Betrug auf dem THG-Markt?

Goldgräberstimmung auf dem THG-Markt 

Seit dem Jahreswechsel 2021/2022 hat sich aus dem Nichts ein neuer Markt mit Dienstleistern entwickelt, die sich um die Registrierung von Elektroautos und die dazugehörigen Prozesse kümmern, die nötig sind, um eine THG-Prämie an Elektroautofahrer auszahlen zu können.

Inzwischen sind über 100 Anbieter auf dem Markt aktiv. Diese lassen die Treibhausgaseinsparung der Elektroautos ihrer Kunden vom Umweltbundesamt zertifizieren und versuchen dann diese Zertifikate gebündelt zu einem möglichst hohen Preis an quotenverpflichtete Unternehmen zu verkaufen. Die so erzielten Erlöse werden dann an die Kunden ausbezahlt.

Fast alle Anbieter behalten einen Prozentsatz des Erlöses als Provision ein. Das ist das Geschäftsmodell und so sollen Gewinne erwirtschaftet werden.

Jedoch gibt es auch Ausnahmen, wie zum Beispiel den THG-Service von INSTADRIVE bei dem die Kunden den gesamten Verkaufserlös ohne Abzug einer Provision ausgezahlt bekommen. Derzeit ist uns aber nur noch ein weiterer Anbieter bekannt, der nach demselben Prinzip verfährt.

Welcher THG-Anbieter ist seriös?

Auf dem Markt tummeln sich kleine und große Anbieter, wobei die allermeisten ausschließlich für die Vermarktung der THG-Quote gegründete Unternehmen sind.
Große Anbieter haben bei den Verkaufsverhandlungen mit Mineralölunternehmen natürlich den Vorteil, dass sie viele Zertifikate anbieten können und so werden sie bei den Verkaufsverhandlungen gegenüber kleinen Anbietern mit wenigen Zertifikaten bevorzugt. Hier lauert nun das Risiko, dass die kleinen Anbieter Schwierigkeiten haben könnten, ihre Zertifikate an den Mann zu bringen.
Was geschieht dann mit diesen THG-Zertifikaten?
Werden diese dann zu Schleuderpreisen verkauft werden müssen? Erhalten Elektroautofahrer dann eine sehr geringe Prämie? Dieses Problem könnte man vermeiden, indem man sich für einen Anbieter mit fixer Prämienhöhe entscheidet. Doch die Frage stellt sich, woher diese Anbieter die finanziellen Mittel generieren werden, um diese fixen Prämien auszahlen zu können, vor allem, wenn es sich um kleine neue Start-ups handelt. Manchmal wird die Auszahlung schon versprochen, ohne dass die Prämie überhaupt verkauft worden ist.

Es stellt sich außerdem die Frage, ob die kleinen Anbieter überhaupt auf dem Markt überleben können, wo es doch Anbieter gibt, die ihren THG-Service kostenlos anbieten und 100 % Prämie auszahlen.


Eine andere Perspektive eröffnet sich, wenn man sich die Anbieter ansieht, die eine Sofortauszahlung anbieten. Diese fällt in den meisten Fällen sehr niedrig aus. Hier verschenkt der Elektromobilist Geld und füllt die Taschen von Unternehmen, die beim Verkauf der Prämie dann bis zu 80 % Gewinn einstreichen können.

Bei der großen Anzahl an neuen und unbekannten Firmen ist auch die Gefahr gegeben, dass sich schwarze Schafe darunter befinden. Hier muss man seine Augen offen halten und die Webseite, das Impressum, die Firmengeschichte, die AGB genau unter die Lupe nehmen, bevor man sich für einen Anbieter entscheidet, der vermeintlich hohe Auszahlungen verspricht.

Wo bekomme ich die höchste THG-Prämie?

Diese Frage möchten wir ein wenig umformulieren: Wo bekomme ich sicher eine möglichste hohe THG-Prämie?
Wir sehen aktuell die Gefahr, dass in dem neuen und unübersichtlichen Markt auch Anbieter mit unlauteren Methoden und nicht zu Ende gedachten Kalkulationen zu finden sind, die eventuell ihre Auszahlungsversprechen nicht werden einhalten können. Dieses Risiko kann man minimieren, indem man sich für eine etablierte und bekannte Firma wie zum Beispiel den INSTADRIVE THG-Service entscheidet, der keine Provision einbehält und die volle Prämie auszahlt.

Vergleich der größten Anbieter auf dem THG-Markt

Wir möchten hier einen kleinen Vergleich der Konditionen von drei großen THG-Anbietern anstellen, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann und einen Einblick in die unterschiedlichen Auszahlungsmodelle erhält. Wir blicken ausschließlich auf das Angebot für Privatkunden.

Beginnen wir mit Geld für E-Auto:

Hier behält man 20 % der erzielten Verkaufserlöse für sich als Provision ein. Die Kunden erhalten somit 80 %. Dieses Angebot nennt Geld für E-Auto "Risikopreis". Der Kunde erhält bei dieser Variante maximal 410 € THG-Prämie ausbezahlt. Dies bedeutet, dass das Zertifikat für 512,50 € verkauft werden müsste, um die genannte Prämie auszahlen zu können.
Zu bedenken ist, dass der bisher absolut höchste Erlös laut Marktpreisindex bei 475 € lag. Es wird spannend sein zu beobachten, wie hoch die tatsächlichen Risikopreisauszahlungen ausfallen werden.
Des Weiteren wird eine Fixprämie in Höhe von 400 € angeboten. Allerdings wird dieser hohe Betrag als aktuelle Aktion beworben. Zur besseren Einordnung möchten wir darauf hinweisen, dass der aktuelle Marktpreis bei 370 € liegt. Auch hier wird es interessant zu sehen, wie das Unternehmen es schaffen will, diesen Unterschied auszugleichen.
Eine Spendenmöglichkeit für nachhaltige Projekte wird nicht angeboten, dafür gibt es einen Bonus von 50 € für jeden weiteren geworbenen Kunden.

Weiter zu Elektrovorteil:

Der Anbieter behält 15 % des Quotenerlöses für sich als Provision ein. 85 % des Erlöses werden an den Kunden ausbezahlt, jedoch mindestens 350 Euro, das heißt, dass die Quote für mindestens 411,76 € verkauft werden müsste. Auch hier ist zu bedenken, dass der aktuelle Marktpreis bei 370 Euro liegt.
Sollte der Erlös irgendwann über 411,76 € liegen, bekommt der Kunde 85 % des jeweiligen Betrags ausgezahlt.

Eine Spendenmöglichkeit wird hier ebenfalls nicht angeboten, jedoch gibt es auch einen Bonus für das Werben eines weiteren Kunden in Höhe von 15 €.

Zum Abschluss das Angebot des INSTADRIVE THG-Service:

Der Kunde erhält hier 100 % des Verkaufserlöses, unabhängig davon, wie hoch dieser ausfällt. Eine Provision wird nicht einbehalten. Das bedeutet, dass basierend auf dem aktuellen Marktpreis die vollen 370 € ausgezahlt werden. Sollten auf dem Markt wieder die hohen Preise des letzten Winters mit 475 € erzielt werden, erhält der Kunde den kompletten Betrag.
Aber wie werden Gewinne erwirtschaftet? Das THG-Geschäft ist nicht das Kerngeschäft des E-Auto-Anbieters INSTADRIVE, man ist ein Anbieter von Langzeit-Elektroautoabos und hat den Anspruch, die Elektromobilität zu fördern, sodass man sich entschieden hat, den Service ohne Gewinnabsicht anzubieten. Die technischen und personellen Ressourcen sind vorhanden und werden genutzt, um die Elektromobilität weiter voranzubringen.
Zusätzlich wird den Kunden die Möglichkeit geboten, einen Teil oder sogar die gesamte Prämie für ein Hilfsprojekt zu spenden. Einen Anwerbebonus gibt es nicht.

Tipps für die Auswahl eines THG-Dienstleisters:

Man darf nicht vergessen, dass reine THG-Vermarkter auf volles Risiko spekulieren könnten. Sollte die Geschäftsidee nicht aufgehen, kann man am Ende immer noch Insolvenz anmelden. Den Kunden würde dann der Verlust ihrer THG-Prämie drohen. Schließt man den Vertrag mit einer Firma, die nicht ausschließlich auf den gewinnorientierten Verkauf der THG-Zertifikate angewiesen ist, ist man auf der sicheren Seite.

Wie bei anderen Firmen aus der Internetwelt auch, sollte man sich vorher genau informieren: Hat der Anbieter ein Büro oder Geschäftsräume, oder wird die Dienstleistung aus einem Keller heraus angeboten? Ist der Anbieter telefonisch erreichbar?

Disclaimer: Wir möchten hier keiner konkreten Firma etwas unterstellen, wir möchten nur dazu ermutigen, sich bei der Auswahl seines THG-Vermarkters Zeit zu lassen, Angebote zu vergleichen und eventuell lieber eine etwas niedrigere, dafür sichere Auszahlung zu präferieren.


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