Stat E-Stics #64

NIO ET7, Neue Akkufabriken für Europa, Kia EV9, Cupra SUV, VW ID.5 verspätet sich, Elektro-Lamborghini, Mercedes EQS SUV, Smart #1

Nio ET7

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NIO ET7 (Quelle: nio.com)

NIO will dieses Jahr mit gleich 2 Modellen in Europa durchstarten, zum einen mit dem Model 3-Konkurrenten NIO ET5 und zum anderen mit dem zumindest größenmäßig mehr in Richtung Oberklasse gehenden Modell ET7. Der ET7 wurde nun Anfang dieser Woche erstmalig in NIOs Heimat China ausgeliefert. Die ersten Exemplare sind in der Stadt Hefei auf die Straße gekommen, dort werden die Autos auch gebaut - vom Hersteller JAC – mit dem NIO eine Fertigungskooperation eingegangen ist. Also streng genommen ist NIO gar nicht der Hersteller des ET7. Wie viele Autos jetzt genau ausgeliefert wurden teilte NIO bislang genauso wenig mit, wie die Anzahl der Bestellungen. Dies ist bisher immer erst am jeweils 1. des Folgemonats geschehen, somit sollte es die Zahlen wohl bald geben. Dass der ET7 nun in China erstmals auf die Straßen und zu Kunden gerollt ist, hat auch für uns Europäer etwas Gutes, denn dann dürfte NIO endlich auch in Europa vertreten sein.

Nun hat es die ersten Fahrzeugübergaben an Kunden gegeben, doch wie gut ist das Auto eigentlich? Ist es wirklich vergleichbar mit einem Tesla Model S, oder sogar besser?

Erste Kundenreviews der Auslieferungen am Montag wurden zwar noch keine publiziert, doch ein Review konnten wir trotzdem finden. Offiziell wird darin zwar gesagt, dass es sich um ein Vorserienmodell handelt, doch der Test wurde vor sehr kurzer Zeit veröffentlicht, weswegen davon auszugehen ist, dass es sich dabei schon um ein Modell handelt, das sehr nah an der Serie ist..

Zunächst einmal zur Leistung und Performance des ET7 – das Feeling der Beschleunigung sei zwar nicht wie in einem Tesla Model S Plaid, eher wie in einem Model Y, aber es fühle sich trotzdem sehr stark und schnell an. Einzig zu Beginn startet der NIO etwas weicher weg und pusht nicht sofort vom allerersten Moment, sobald das Strompedal gedrückt wird.

Auch die Verarbeitungsqualität wird gelobt, alle Flächen und Knöpfe fühlen sich hochwertig und gut an. Die Qualität des Head-up-Displays ist laut dem Tester sehr gut und die Darstellung der Navigationskarte erinnere ein wenig an das Spiel GTA. Das Soundsystem sei wohl eins der besten, das je in einem Serienfahrzeug verbaut wurde. Ob es auch besser ist als im neuen BMW iX, den wir gerade getestet haben, als wir INSTADRIVE Schweiz in Luzern besuchten? Wohl kaum. Etwas besseres unter der Sonne ist uns bis jetzt noch nicht untergekommen. Wir sind mal gespannt wie dick NIO hier aufträgt. 

Kommen wir zur Anmutung des Interieurs des ET7. Schon auf den Bildern erkennt man, dass es hochwertig ist. Und in manchen Aspekten könnte den einen oder anderen der NIO mehr entzücken als ein Tesla - denn die Sitze verfügen neben einer Sitzheizung auch über eine Kühlfunktion und eine Massagemöglichkeit. Wahrscheinlich keine große Überraschung bei über 5 m Fahrzeuglänge ist, dass alle Passagiere üppige Beinfreiheit genießen dürfen.

Doch natürlich gibt es auch im ET7 nicht nur Positives – so wird das Infotainmentdisplay zwar als qualitativ gut hervorgehoben, allerdings wird seine Position bemängelt. Es sei zu nahe am Fahrer angebracht. Gemeint ist da wohl, dass es beim Fahren eher zu Ablenkung führen könnte und der Beifahrer Schwierigkeiten hat, es als Co-Pilot zu erreichen. Auch Teile der Software seien noch verbesserungsfähig, wobei hier explizit nochmal betont wird, dass dieser Bericht von einem Vorserienfahrzeug stammt und vor allem bei der Software in den letzten 2 Wochen doch ein bisschen was angepasst worden sein könnte.

Wo der NIO ET7 jedenfalls besser abschneidet als Teslas Model S, das ist der Preis. Europa-Preise gibt es zwar noch keine, doch in China beginnt die Version inklusive Akku bei umgerechnet 64.000 €.

Neue Batteriefabriken in Europa

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Batterieherstellung

Erst kürzlich hatten wir ja ein eigenes Special zur Erdöl- und Erdgasabhängigkeit in Europa und, dass Elektroautos uns dabei helfen, von dieser Abhängigkeit wegzukommen. Um nun nicht in eine neue Abhängigkeit zu geraten, nämlich die Abhängigkeit von Akkuherstellern aus Fernost, muss Europa jetzt handeln. Und das wird auch bereits getan: So sind mehr als 30 neue Fabriken für die Akkuproduktion in Europa in Planung. Zuletzt hatte sich Volkswagen damit gemeldet, in Valencia in Spanien eine neue Akkufabrik errichten zu wollen. Auch in Salzgitter in Deutschland und Skelleftea in Schweden sollen neue Fabriken entstehen. Allein Volkswagen will neben diesen 3 Standorten noch 3 weitere Fabriken bauen, eine davon im Raum Osteuropa, für die restlichen beiden stehen noch keine Locations fest. Das Produktionsvolumen pro Jahr soll dann bei insgesamt 240 GWh für diese 6 Fabriken liegen. Damit man sich das vorstellen kann: Ein VW ID.4 hat maximal 82 kWh brutto im Akku, das bedeutet, diese 6 Fabriken könnten bis zu 2,92 Millionen ID.4-Akkus pro Jahr produzieren. Auch Tesla will ja bekanntlich in Grünheide ein eigenes Batteriewerk haben, wo zu Beginn mit 50 GWh pro Jahr begonnen werden soll, später soll der Wert auf 250 GWh pro Jahr steigen, das wäre mehr als alle 6 Fabriken von Volkswagen zusammen. Auch die Akkuhersteller selbst, wie zum Beispiel CATL, Svolt, Panasonic, Samsung oder LG errichten Standorte in Europa, sodass nach Ende des Ausbaus 39 Akkufabriken in Europa stehen sollen. 

Kia EV9

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Kia EV9

Kia zeigt neue Bilder des EV9, wenngleich natürlich nur vom Konzeptauto, wobei das Serienmodell dennoch recht ähnlich sein soll. Um die 5 m lang ist das Fahrzeug, 3 m beträgt der Radstand, 2 m die Breite und 1,8 m die Höhe. Ganz schön groß der EV9. In 5 Sekunden geht’s von 0 auf 100 km/h und bei normaler Fahrweise sind bis zu 540 km Reichweite drinnen. Bei der Bauform, da sind wir mal gespannt. Natürlich muss man hier sagen, dass es sich im Moment noch um eine Studie handelt, doch die Daten sehen gut aus. Und wenn man an die Daten des EV6 denkt dann wirkt sie für den EV9 gar nicht so unrealistisch. 3 Sitzreihen wird es geben, wobei im Parkmodus die Sitze der vordersten Reihe um 180 Grad gedreht werden können, die Reihe 2 als eine Art Tisch fungiert und man dann, in Reihe 1 und 3 sitzend, zum Beispiel gemütlich essen kann während einer Pause. Auch ist es möglich, die Sitze der Reihe 3 nach hinten zu drehen und bei offener Heckklappe etwas wie ein Strandkorbfeeling zu genießen. Das ist natürlich noch alles Konzept, aber das eine oder andere Detail dürfte es wohl tatsächlich in die Serie schaffen, und die Zukunft sieht großartig aus. Da können wir uns auf etwas freuen.

Cupra SUV

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Cupra SUV

Cupra möchte schneller in Richtung Elektromobilität gehen und kündigt ein ganz neues Modell an. Ab 2024 soll dieses den sehr beliebten Kompakt-SUV-Markt aufmischen – denn da haben wir noch nicht genug davon. Unsere Meinung: Die sollten eher einen Kombi bauen. Frage: Cupra SUV -  handelt es sich da also um den Ateca-Nachfolger? Um den bereits als Studie bekannten Tavascan dürfte es sich weniger handeln, da weicht die Optik doch sehr ab. Vom neuen Kompakt-SUV sind allerdings auch noch kaum Details bekannt, es gibt nur ein Teaserbild, welches durchaus ein wenig an die Silhouette des Ateca erinnert. Genannt wurde von Cupra bisher nur die Länge, die soll bei 4,5 m liegen. Aber auch bezüglich der Technik kann man spekulieren, die MEB-Daten sind ja keine Unbekannten mehr.

Der ID. 5 verspätet sich

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Fehlende Bauteile beim VW ID. 5 (Symbolbild)

Der Marktstart des VW ID.5 wird um einen Monat nach hinten verschoben. Der Grund ist der Mangel an wichtigen Teilen, so fehlen konkret Kabelbäume, die eigentlich in der Ukraine hergestellt werden. Das Problem ist, dass nicht einmal ausreichend Vorführ- und Ausstellungsfahrzeuge gebaut werden können, weswegen nun statt Anfang April Anfang Mai angepeilt wird. Das ist glücklicherweise keine extreme Verzögerung. Grund für den nach hinten verschobenen Start ist auch, dass VW nicht einzelne Händler bevorzugen oder benachteiligen möchte, sondern alle gleichzeitig mit Vorführfahrzeugen beliefert werden sollen. Auf sein Händlersystem muss man schon acht geben.

Elektro-Lamborghini

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Lamborghini Urus

Die klassischen Sportwagenhersteller wie auch Lamborghini sind oftmals noch nicht ganz so weit vorangekommen mit der Elektromobilität, doch Lamborghini kündigt nun seine Elektroauto-Pläne an. 2028 ist demnach wohl das Jahr des allerersten Elektro-Lambos. Während aber viele andere Hersteller bereits fixe Daten gesetzt haben, wann sie den Verbrenner-Verkauf einstellen werden, hält sich Lamborghini damit noch zurück, man will also wohl noch nicht ganz weg vom Verbrenner. Schauen wir einmal auf das erste reinelektrische Modell, dieses soll, wie soll es anders sein, ein Crossover werden. Mamma Mia.  Genauere Daten gibt es allerdings noch nicht. Angekündigt wurde auch, dass die nächste Generation des SUV Lamborghini Urus reinelektrisch werden soll. Wann dann wirklich auch Supersportwagen wie der Huracan reinelektrisch werden, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Mercedes EQS SUV

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Mercedes EQS SUV (Quelle: S. Baldauf / SB Medien)

Mercedes hat in diesem Jahr noch einiges vor, auch beim autonomen Fahren kann man die Stuttgarter kommt man voran. Die Gerüchteküche munkelt, dass sie weiter als Tesla sein könnten. Aber kommen wir zum eigentlichen Thema. Mercedes soll das Luxus-Elektro-SUV EQS SUV schon im April 2022 präsentieren. Ab Juni soll dann die Serienproduktion beginnen, die Serienproduktion des darunter angesiedelten EQE SUV startet hingegen erst im Oktober. Wen es interessiert - weitere Infos werden wohl bei der Weltpremiere am 19. April bekannt gegeben.

Smart #1

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Smart #1 Erlkönig

Der Smart #1 fährt immer öfter vor die Kameralinse und wir zeigen diesmal den Innenraum. Außen ist nach wie vor die Tarn-Vollfolierung drauf. Die Felgen sind jetzt aber frei – Sie sehen aerodynamisch und ganz schick aus. Im Innenraum stechen sofort die in sportlichem rot gehaltenen Sicherheitsgurte hervor, einige Details sind aber auch innen noch abgedeckt, so zum Beispiel das Infotainmentdisplay, welches relativ groß wirkt. Vermutlich gibt es auch hinter dem Lenkrad noch Anzeigen für unter anderem die Fahrgeschwindigkeit oder die Restreichweite. Eine eher schmale Mittelkonsole zieht sich vorbei zwischen Fahrer und Beifahrer bis ans hintere Ende der Vordersitze. Insgesamt wirkt das Fahrzeuginterieur durchaus ansprechend.


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