Stat E-Stics #50

Neue Elektrofahrzeuge: NIO ET5, NIO ET7, BMW i5 Touring, Renault Megane E-Tech Electric, Porsche Macan, Porsche Panamera, Porsche K1, Porsche Taycan, Rohstoff Kobalt

NIO ET7 und NIO ET5

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NIO ET7 (Quelle: Nio)

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NIO ET5 (Quelle: Nio)

NIO ist bis jetzt immer noch auf unserer Exoten-Pipeline zu finden, aber das soll sich ja schon bald ändern, denn 2022 soll der ET7 in Europa ausgeliefert werden.
Das war dem Unternehmen aber scheinbar noch nicht genug – denn jetzt soll es Tesla so richtig an den Kragen gehen, und ein neues Modell wurde vorgestellt, das auch schon 2022 in Europa ausgeliefert werden soll. Die Rede ist vom ET5, der in der Mittelklasse angreifen und als Alternative zum Tesla Model 3 gesehen werden soll. Der ET7 hingegen bedient das Oberklasse-Segment und stellt quasi die Konkurrenz zum Tesla Model S dar.
Beim ET5 soll es laut NIO um Leistung und Fahrspaß, aber auch das Raumgefühl im Fahrzeug gehen. Im Innenraum soll sowas wie ein Wohnzimmerfeeling aufkommen, das heißt man soll sich zu Hause fühlen können, und inspiriert wurde das Ganze durch Trends in der Mode- und Möbelbranche. Bei den Materialien wird vor allem auf nachhaltige Materialien gesetzt, aber auch auf Glas – das Dach ist nämlich vollverglast und hellt somit den Innenraum durch viel natürliches Licht auf. Auch von außen zeigt sich der ET5 klar – und vor allem sportlich. Der Heckspoiler lässt keine Zweifel zu – auch in dieser Klasse handelt es sich um einen Sportwagen – und auch das restliche Design orientiert sich am ET7 und am Supersportwagen ET9, was scih vor allem am Kotflügel, der breiteren Spur und auch an den scharfkantigen Formen widerspiegelt. Bündig abschließende Türgriffe und rahmenlose Fensterscheiben sorgen dann noch für klare Linien und unterstreichen die Effizienz des Fahrzeuges. Bei der Technik, dem Herzen des Fahrzeuges, geht es ebenfalls hoch her – denn wie beim ET7, soll auch der ET5 Akkus mit Kapazitäten von 75, 100 oder sogar 150 Kilowattstunden bekommen, was zu Reichweiten von 550, 700, bzw. 1000 Kilometern führen würde - wohl aber nach dem NEFZ-Zyklus berechnet. Beim ET7 soll allerdings bei der Akkukapazität von 150 Kilowattstunden ein Festkörperakku zum Einsatz kommen, was wiederum beim ET5 noch nicht bestätigt wurde. Außerdem sind die Angaben zu den Reichweiten derzeit für beide Modelle identisch und das obwohl der ET5 kleiner und leichter sein wird und damit eigentlich weniger Energie verbrauchen und somit bei gleicher Akkuleistung mehr Reichweite haben sollte. Wir gehen daher davon aus, dass der ET5, dank seiner geringeren Größe, effizienter als sein größerer Bruder ET7 sein wird - und wir glauben auch, dass er ebenfalls einen Festkörperakku bekommen wird. Leistungsmäßig bietet der ET5 360 kW, also 489 PS, an Motorleistung, welche auf alle 4 Räder übertragen wird – und dank des Drehmoments von 700 Nm gibt es auch ordentlich Vortrieb, weswegen es der ET5 in nur 4,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h schafft. Ganz besonders spannend macht den ET5 noch die neueste Technologie für autonomes Fahren: das NIO Autonomous Driving, kurz: NAD. Dank des NIO Aquila Super Sensing und dem NIO Adam Super Computing wird nämlich ein immer sichereres automatisiertes Fahrerlebnis inner- und außerorts vorangetrieben. Das System wird noch immer weiterentwickelt und wird dann, wie bei Tesla, in Form eines monatlichen Abos erhältlich sein. Für dieses hohe Maß an Fahrautonomie sind allerdings auch spezielle Hochleistungssensoren nötig, die wiederum ein bestimmtes Design voraussetzen, damit die Sensorik einwandfrei funktionieren kann. Wir finden, dass das sehr gut in die progressive und klare Linienführung des ET5 integriert wurde. Der NIO ET5 soll ab Ende September 2022 ausgeliefert werden und bei 45.800 € starten. Das ist weniger als das Tesla Model 3 Long Range. Wir sind auf jeden Fall gespannt, ob denn tatsächlich schon im September die ersten ET5er bei uns ankommen.

BMW i5 (Touring)

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BMW i5 Touring Rendering (Quelle: motor1.com)

Jetzt zu einer etablierten Marke: Bei BMW gibt es Neuigkeiten bezüglich eines i5 Touring.
Schon im August 2021 wurde darüber berichtet, dass 2023 eine neue BMW 5er-Generation und ein reinelektrischer i5 auf den Markt kommen sollen. Der i5 soll sogar in zwei Versionen kommen – und das Beste daran: bei beiden Versionen handelt es sich nicht um einen SUV. Tatsächlich soll im Jahr 2023 zunächst eine Limousine mit dem Namen i5 zum Kauf zur Verfügung stehen und laut Gerüchten dann im Jahr darauf, also 2024, sogar eine Kombi-Version kommen: der i5 Touring. Dass die Kombi-Version erst etwas verspätet folgen soll, würde dann wohl daran liegen, dass der G61 5er Touring ebenfalls erst 2024 auf den Markt kommen soll. Technisch soll der i5 Touring aber wohl wie die i5 Limousine ausgestattet sein – was uns jetzt schon einen Einblick in die Touring-Version gibt. Bekannt ist nämlich schon, dass die Limousinen-Version in verschiedenen Antriebsvarianten zu bekommen sein soll, darunter Einzel-, Doppel- und Dreimotoren. Das Bediensystem in Inneren soll das neue i-Drive-8 werden, das in einer, dann wohl etwas veralteten Version, im iX zu finden ist. Bei BMW gibt es natürlich auch Performance Versionen der Modelle. Diese erkennt man am Buchstaben M, der in den Namen integriert wird. Genau so eine M-Performance-Version könnte auch der i5 Touring bekommen, wobei dann von zwei Elektromotoren mit insgesamt mindestens 500 PS ausgegangen wird, sowie einer Reichweite über den für den i4 angegebenen 480 km. Wir hoffen, an den Gerüchten ist etwas dran, denn wir würden so eine Touring-Version definitiv gutheißen.

Renault Megane E-Tech Electric

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Renault Megane E-Tech (Quelle: Renault)

Die Renault Zoe ist immer noch eines der beliebtesten Elektroautos und das, obwohl sie schon 2012 das erste Mal ausgeliefert wurde. Genau deswegen lohnt sich auch immer wieder ein Blick Richtung Renault und auf deren neue Modelle – denn wer weiß, welches Modell einmal die Zoe ablösen wird? Der Renault Megane E-Tech Electric könnte ein Anwärter sein und jetzt wurde auch ein Preis bekannt gegeben. Für einen Einstiegspreis von 35.200 € soll das Modell zu haben sein, was abzüglich des Umweltbonus einen derzeitigen Endpreis von nur 25.630 € ausmachen würde. Mit an Bord sind die bidirektionale Ladefähigkeit, das größte Display in einem Kompaktwagen und der dünnste Akku am Markt. Ja, richtig gehört, in diesem Auto wird sich ein nur elf Zentimeter hoher Akku befinden – der trotzdem bis zu 470 km Reichweite laut WLTP leisten soll. Alle Achtung, Renault. Insgesamt soll es je zwei Antriebs- und Batterievarianten zur Auswahl geben, sowie vier Ausstattungen. Die verfügbaren Antriebsvarianten geben dem Auto satte 96 kW, das sind 130 PS oder 160 kW, also 218 PS mit auf die Fahrbahn. Für die 35.200 € Einstiegspreis bekommt man den Wagen in der Ausstattung Equilibre, mit 40-Kilowattstundenbatterie sowie 96-kW-Motor. Mit dem stärksten Motor schafft es der Megane E-Tech Electric dann auch in 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Ab sofort ist es übrigens all jenen, die schon einen Megane E-Tech Electric reserviert haben, möglich einen Wagen zu bestellen. Für alle anderen erst ab dem 01. Februar 2022. Für eine Bestellung spricht auch das Switch-Car-Programm, was wir sehr spannend finden – das inkludiert nämlich, dass man als Besitzer eines Megane E-Tech Electric bei weiten Fahrten oder Trips in Regionen mit schlechter Ladeinfrastruktur auf ein kostenloses Alternativfahrzeug zugreifen kann. Das ist jetzt zwar keine Lösung des Problems, aber zumindest bietet Renault eine Übergangslösung an.

Porsche Macan, Porsche Panamera, Porsche K1

Endlich soll es nun auch bei Porsche elektrisch so richtig rund gehen!
Porsche hat zwar schon den Taycan als viertüriges Hochleistungs-Elektro-Coupé auf dem Markt, aber auch wenn es den Taycan als Shooting Brake mit etwas mehr Kofferraumvolumen gibt, so ist er doch immer noch nicht wirklich familientauglich.
Unser Glück also, dass der Macan im Jahr 2023 auch als Elektromodell auf den Markt kommt, der wohl schon eher für eine vierköpfige Familie geeignet ist. Jetzt kündigte Porsche sogar an, mittelfristig nur noch den 911er als Verbrenner anbieten zu wollen und sagt gleichzeitig, dass zwei neue Elektromodelle kommen werden. Das wird zum einen wohl der Panamera in einer Elektroversion sein, der dann 2024 oder 2025 verfügbar sein sollte, und zum anderen soll es sich um ein Modell handeln, das intern als “K1” bezeichnet wird. Spekuliert wurde, ob es sich hier um einen elektrischen Cayenne-Nachfolger handeln könnte, was aber wohl doch nicht zutreffen dürfte. Tatsächlich dürfte es sich um ein komplett neues Fahrzeug handeln: ein Crossover mit Panamera-Abmessungen. Positiv ist, dass für all diese Modelle die PPE-Plattform zum Einsatz kommen wird, die ja über große Akkukapazitäten verfügt. Gleichzeitig bietet sie außerdem ein 800‑V-System, was besonders schnelle Ladevorgänge zulässt. Mit dieser Ankündigung und diesen Modellen aber bleibt noch offen, was mit dem Cayenne, dem Cayman und dem Boxter passieren wird. Schließlich fehlen für diese Verbrennermodelle noch elektrische Nachfolger. Nichtsdestotrotz freuen wir uns über diese Entwicklung und wir sind gespannt, welche neuen Elektro-Porsches wir bald entdecken dürfen.

Der Rohstoff Kobalt

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft hat davor gewarnt, dass die Versorgung mit dem Rohstoff Kobalt in 11 Jahren kritisch werden könnte. Das ist jetzt für viele Medien schon Grund zur Panik, aber hier bei StatEstics möchten wir ja auch aufklären und dabei geht es uns vor allem auch um den gesamtheitlichen Blick auf die Dinge.
Was stimmt:
Ja, die Neuzulassungen von Elektroautos werden jeden Monat weiter ansteigen. Das hat auch die Studie berücksichtigt und ist von 36 Millionen weiteren Elektroautos bis 2030 ausgegangen. Das entspricht einer riesigen Akkukapazität von 1300 Gigawattstunden.
Es stimmt auch, dass die Kobaltreserven endlich sind, aber eben auch, dass bis zum Ausschöpfen dieser noch viele Elektroautos gebaut werden können.
Was aber vor allem wichtig ist: Die Akkuentwicklung steht nicht still, sondern es wird mit allen Kräften daran geforscht, weniger bis hin zu gar keine endlichen Rohstoffe mehr für den Akkubau verwenden zu müssen. Auch hier kann man Tesla wieder als Beispiel nehmen: in den LFP-Akkus Teslas, die bei uns im Tesla Model 3 Hinterradantrieb, ehemals SR+, verbaut sind zum oder auch im Model Y SR des asiatischen Raumes findet sich gar kein Kobalt mehr. Und auch andere Hersteller reduzieren immer weiter den Kobalt-Anteil in den Akkus und werden es wie Tesla schaffen, komplett auf diesen Rohstoff verzichten zu können.
Daher möchten wir einmal in die Runde beruhigen, denn obwohl das Thema sehr ernst zu sehen ist und wir generell auf unseren Konsum achten sollten, so sollte es dennoch nicht in Panik ausarten.


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