Stat E-Stics #49

Toyota kündigt Elektroautos an, VW ID. California, Bestellstopp Tesla Model S und X, News von Ford und BMW

Toyota und Lexus kündigen eine Menge Elektroautos an

Das ist die Elektro-Offensive zum Ende des Jahres 2021: 15 Elektroautos wurden gerade von Toyota und Lexus angekündigt. Toyota hat bekanntermaßen schon viel Erfahrung im Bereich der teilelektrifizierten Antriebe und somit auch mit Akkus, Ladetechnik und Elektroantrieben, und hat sich daher viel vorgenommen. Wir sehen uns jetzt alle vorgestellten Modelle an. Es gibt einiges zu entdecken!

Fangen wir bei etwas an, dass bestimmt viele freuen wird, denn bei den vorgestellten Modellen handelt es sich nicht nur um SUVs. Erkennbar sind tatsächlich auch Limousinen und Kleinwagen im Heer der Toyota-Elektroautos und das ist auch gut so.

Werfen wir mal einen genaueren Blick darauf:

Das erste Modell in unserem Toyota-Marathon trägt die derzeitige Bezeichnung bz Small Crossover und ist ein Kleinwagen, der etwas höher aufgebaut ist und ein Nachfolger des derzeitigen Aygo X sein dürfte.

Darauffolgend kommt der bz Compact SUV, der ein Nachfolger des Toyota CH-R werden dürfte. Den kennt man übrigens, es ist einer der meistverkauften Hybride und oft im Stadtbild anzutreffen. Was hier auf den ersten Bildern auffällt, ist das doch wesentlich flachere Design im Vergleich zum aktuellen CH-R. Da stellt sich dann die spannende Frage nach der Kopffreiheit, aber das wird sich dann erst in der Praxis zeigen.

Weiter geht es mit dem bz SDN, wobei SDN für Sedan steht, es geht also um eine Limousine. Hier kommt eine doch eher sportlichere Designsprache zur Anwendung und auch moderne Designmerkmale wie versenkbare Türgriffe sind bei der Studie zu erkennen.

Das bz Large SUV wird dann doch ein richtiges SUV werden, welches mit Platz für 3 Sitzreihen relativ groß ausfallen dürfte. Wir vermuten hier eine Länge von 4,80 bis 5 m. Neben auch hier versenkbaren Türgriffen gibt es außerdem kamerabasierte Außenspiegel.

Wenn wir jetzt zu Lexus schauen, sieht man einen vom LFA inspirierten Elektrosportwagen. Eine sehr sportliche Designlinie lässt das Modell fast erscheinen, als wäre es für die Rennstrecke gemacht. Elektroautos sind bekanntermaßen wie geschaffen für die Rennstrecke und dabei auch noch umweltfreundlicher.

Der Lexus RZ wird ebenfalls ein SUV mit abfallender Dachlinie werden und somit wohl fast schon in die Kategorie SUV-Coupé fallen. Nur ein verschlossener Kühlergrill an der Front verrät den RZ als Elektroauto, sonst kann man von außen kaum eindeutige Merkmale eines Elektroautos erkennen.

Auch Lexus wird eine Elektrolimousine anbieten, welche vom IS abgeleitet ist und auch hier ist Lexus die Sportlichkeit nicht abzustreiten. Außerdem bringt Lexus noch einen großen SUV, der abgeleitet vom Toyota bz Large SUV sein wird, wobei die Lexus-Variante hier noch einen Tick sportlicher ist als das Toyota-Pendant.

Bei Toyota wird es bald auch einen elektrischen sportlichen Zweisitzer geben, der dann wahrscheinlich als Roadster ausgeführt sein wird. Auffällig ist hier auf jeden Fall die interessante Zeichnung der Frontscheinwerfer.

Auch ein E-Crossover aus der elektrischen bz-Reihe soll auf den Markt kommen - das Frontdesign erinnert uns ein wenig an den Hyundai Kona Facelift.


Bei Toyota ist vor allem der Rav4 beliebt, allerdings kann so ein SUV zwar hohes Sitzen anbieten, aber einen Geländewagen stellt dieses SUV trotzdem nicht unbedingt dar. Jetzt aber soll ein elektrischer Geländewagen in Anlehnung an den Toyota Land Cruiser kommen – der ist ja eine wahre Legende und der Elektroversion sieht man den Fahrspaß direkt an.

Kennt ihr den Toyota Hilux? Ja, auch der bekommt einen Elektrobruder. Toyota lässt eben nichts aus.

Man findet übrigens noch ein weiteres elektrisches Kleinwagenmodell unter den vorgestellten 15, ebenfalls von Toyota und ebenfalls mit Ähnlichkeiten zum Aygo X und auch zum bz Small Crossover.

Aber auch für Firmen ist was mit dabei: Toyota hat noch 2 Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb vorgestellt. Das erste der beiden liegt größenmäßig wohl im Bereich des Nissan E-NV200, und wäre damit für enge Innenstadtgassen ideal geeignet. Das zweite Nutzfahrzeugmodell wird zwar ebenfalls für den Zustelldienst geeignet sein, aber noch deutlich kleiner ausfallen. Möglicherweise wird das zweite Modell auch nur als Einsitzer verfügbar sein.

Und zu guter Letzt der schon präsentierte Toyota bz4 bzw. Toyota bz4x, der ja schon 2022 auf den Markt kommen wird.

Diese zahlreichen Neuvorstellungen sollen bis 2030 zusammen mit weiteren 15 Fahrzeugen, für die es jedoch noch keine Konzept-Autos gibt, auf den Markt kommen. Toyota und Lexus wollen somit nicht weniger als 30 neue E-Modelle bringen.

VW ID. California

Der ID. Buzz hatte bis jetzt bei den Elektroautos immer eine gewisse Sonderstellung – ein elektrischer Camper, der noch dazu ziemlich futuristisch daherkam, und der neue Kultwagen “Bulli” werden sollte. Jetzt aber soll noch ein anderes Auto dieser Kategorie erscheinen, und zwar auch von VW – die Rede ist vom Nachfolger des VW California – dem ID. California.

Derzeit basiert der VW California auf dem Modell T6 und gilt als das Reisemobil schlechthin. Die elektrische Variante ist für 2025 geplant – 3 Jahre nach dem Start der Serienproduktion des ID. Buzz.
Dieser soll nämlich 2022 in Hannover vom Band laufen und die Vorbereitungen für die neue Fertigungslinie laufen auch schon seit Sommer 2021 auf Hochtouren. Allerdings wird sich zunächst auf die PKW- und Cargo-Variante des ID. Buzz konzentriert, die Reisebus-Variante soll dann erst später folgen. Gerade die Reisebus-Variante würde dann auch den ID. California betreffen: ausgestattet mit Aufstelldach inklusive Schlafplatz für zwei Personen, sowie Einbauküche und ‑schränke und sogar eine Sitzgruppe, die sich zum Bett umbauen lassen soll. Allerdings würde der ID. California größenmäßig wohl dem ID. Buzz ähneln, was den California kleiner, als das bisherige Reise-Modell T6 machen würde. Die Idee dieser Reisemobile ist für VW aber ganz klar: Sie sollen den anhaltenden Trend zur mobilen Freizeitgestaltung CO2-frei machen. Das begeistert die Bulli-Fans – allerdings wurde diese Begeisterung von den zu hohen Erwartungen der Studie des ID. Buzz etwas gedämpft, schließlich scheint das Serienmodell doch konventioneller als erwartet zu werden, sodass mittlerweile schon Vergleiche zum Multivan T7 angestellt werden. Tatsächlich scheint es auch, dass die jetzige MEB-Plattform Ausgangspunkt für weitere Serienmodelle, und somit auch für den ID. Buzz bleiben soll, was wiederum einige Einschränkungen für den Traum der Camper bedeuten würde.
Bis 2025 ist noch etwas Zeit für die Entwickler von VW für das Realisieren von Traumschlössern – bis dahin kommt der ID. California auf jeden Fall in unsere Elektroautopipeline und wartet auf seinen Einsatz.

Tesla Model S und Model X

Anfang des Jahres 2021 wurden ja die Oberklasse-Limousine Model S und das Oberklasse-SUV Model X einem umfangreichen Facelift unterzogen – aber während es vor einiger Zeit noch hieß, dass die Fahrzeuge Ende 2021 in Europa verfügbar sein werden, hat sich das Einführungsdatum immer weiter nach hinten verschoben.
Zunächst sollte es eine kleine Verzögerung auf Quartal 1/2022 sein. Dann aber gab es eine weitere Verschiebung auf Mitte 2022.
Davon betroffen waren nicht nur Neubestellungen, sondern auch schon davor bestellte Fahrzeuge. Mittlerweile muss Tesla aber eingestehen, dass auch der Termin Mitte 2022 nicht eingehalten werden kann, weswegen es Spekulationen um große Produktionsschwierigkeiten bei Tesla gibt, denn der Termin ist mittlerweile auf Ende 2022 verschoben worden.
Es wurde eine Mail an alle Besteller der Modelle S und X versendet, dass die Bestellungen natürlich weiterbearbeitet werden und der Bestellstopp genau dafür sorgen soll, dass die bereits bestellten Fahrzeuge weiterhin bearbeitet und priorisiert werden können.

Weil die Facelifts in den USA aber schon ausgeliefert werden, vermuten wir, dass es Probleme mit der europäischen Bürokratie bezüglich des Yoke-Lenkrads geben könnte. Um ein Übergreifen der Hände unnötig zu machen, möchte Tesla mit einer Software die Lenkübersetzung immer an die aktuelle Situation anpassen. Steer by Wire nennt sich das, also die Übertragung der Lenkkräfte nicht mehr mechanisch durch eine Lenkstange, sondern elektronisch durch Kabel. Anscheinend ist die Software bei Tesla aber noch nicht fertig, und auf einigen Videos aus den USA sieht man, wie herausfordernd das Fahren um engere Kurven dadurch wird.

Ford

Auch bei Ford geht es seit diesem Jahr elektrisch ziemlich rund und das nicht nur hypothetisch wie bei Toyota, denn der Ford Mustang Mach-E ist wie eine Bombe eingeschlagen und gibt den Startschuss für Fords Elektroflotte. Geplant ist nämlich, bis 2030 nur noch reinelektrische Fahrzeuge anzubieten, weswegen schon einige weitere elektrische Modelle in den Startlöchern stehen. Angesichts der hohen Nachfrage nach dem Mustang Mach-E möchte Ford dessen Produktion nun verdreifachen und statt 60.000 Fahrzeugen im nächsten Jahr 200.000 bauen. Das allerdings hat zur Folge, dass der Marktstart für die reinelektrischen Modelle des SUV Explorer und des Lincoln Aviator jetzt schon um zwei Jahre nach hinten verschoben wurde. 

BMW i7

Werfen wir noch einen kurzen Blick auf den BMW i7, denn der ist jetzt in der finalen Entwicklungsphase angelangt. Man könnte es auch die heiße Phase nennen, denn hier geht es vor allem um die Erprobung des Fahrzeuges in extremer Hitze. Das Ganze nennt sich Heißlanderprobung - und diese kommt nach der Wintererprobung, die wurde offenbar schon vor einigen Wochen abgeschlossen, dort sah man den i7 in Arjeplog in Schweden, wo nicht nur das Kälteverhalten des Fahrzeugs überprüft wurde, sondern dank Schnee und Eis noch feinjustiert werden konnte. In der Hitze wird nun auch überprüft, wie die Fahrzeugkomponenten neben hohen Temperaturen mit Staubentwicklung, unbefestigten Wegen und großen Höhenunterschieden umgehen können. Wobei dazugesagt werden muss, dass es hier vor allem um die Absicherung geht, da grundlegende Fehler den Hersteller zu diesem Zeitpunkt vor riesige Herausforderungen stellen würden. Dank dem definierten Testprogramm in Kälte und Wärme soll ein vollständiger Produktlebenszyklus simuliert werden. Die Reaktionen der Motoren, der Hochvoltbatterie oder auch des Kühlungssystems werden dann von sensiblen Messgeräten gemessen und von den Testingenieuren interpretiert. Bei der Heißlanderprobung wird auch noch einmal ein Auge auf die Klimaanlage, sowie im Innenraum eingesetzte Materialien geworfen. Sobald der reinelektrische i7 die finale Testphase überstanden hat, soll er im Laufe des nächsten Jahres präsentiert werden.
Spannend wird es auch, wann der i7 im Vergleich zum Mercedes EQS herauskommen wird - München, BMW gegen Stuttgart, Mercedes – wer macht das Rennen? Sobald es entschieden ist, erfahrt ihr es natürlich hier bei Stat-e-stics und den Zulassungszahlen.


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