Stat E-Stics #48

Induktives Laden Stellantis, Polestar 3, Skoda Enyaq, Rivian R1S und R1T, Zulassungszahlen Deutschland

Induktives Laden Stellantis

Bei der Elektromobilität ist es vor allem wichtig, immer wieder neue Lösungen zu finden und Elektroautos für die breite Masse zugänglicher zu machen. Das sind vor allem Lösungen, die das Laden leichter machen und sich positiv auf den Preis auswirken. An so einer Allround-Lösung ist gerade der Autokonzern Stellantis dran, zu dem z. B. Fiat, Peugeot und Opel gehören.
Denn wenn es nach Stellantis geht, dann hat das “dynamische kabellose Laden”, wie man es nennt, großes Potenzial. Das ist induktives Laden, wie wir es vom Handy bereits kennen. Für Tests wurde nun in Italien eine als “Arena del Futuro” bezeichnete Teststrecke in Betrieb genommen. Das ist eine 1050 m lange Strecke in Privatbesitz, welche mit der nötigen Technik für induktives Laden ausgerüstet wurde. Dafür werden Leiterschleifen unter dem Asphalt installiert, deren Leistung derzeit 1 MW (Megawatt) beträgt. Fahrzeugseitig muss dann auch noch ein spezieller Empfänger vorhanden sein, der die aufgenommene Energie an den Akku des Autos weitergeben kann. Es wurden hierfür auch erste Fahrzeugmodelle mit entsprechender Technik ausgestattet. Das sind der Fiat 500e sowie ein Iveco E‑Way-Bus. Die ersten Ergebnisse der Tests seien wohl ermutigend. Laut Stellantis würde das induktive Laden klare Vorteile bringen, was die Ladezeiten vor allem auf der Langstrecke angeht, gleichzeitig könnte jedoch auch auf kleinere Akkus gesetzt werden – und da stellt sich natürlich die Frage, ob dann auch die Anschaffungspreise signifikant sinken würden. Weniger Ressourcen würden dann auch verbraucht, aber die Autos werden abhängiger von den induktiven Straßen sein. Und es gibt noch einen weiteren Punkt, der Vor- und auch Nachteile bringen könnte. Denn dadurch, dass permanent ein digitaler Austausch zwischen Fahrbahn und Fahrzeug stattfindet, könnte gleichzeitig auch die Sicherheit erhöht werden. So kann z. B. durch das Tracking der Fahrzeuge schon vorab über einen Stau oder auch einen Unfall informiert werden, der eigentlich noch einige Kilometer entfernt ist. Andererseits könnte auch ständig der Standort, die Geschwindigkeit und andere Gesetze kontrolliert werden – ob das erstrebenswert ist?
Ob dieses System breitflächig eingesetzt werden wird und wann mit dem Einsatz begonnen werden könnte, steht noch nicht fest. Es dürfte jedenfalls ein enormer Aufwand sein, viele Kilometer Autobahn damit auszustatten. Stellantis selbst sagt, es sei eine potenzielle Lösung, um die E-Mobilitäts-Ziele 2030 zu erreichen. Bis 2030 sollen ja in Europa 70 % der verkauften Fahrzeuge der Gruppe Stellantis elektrisch sein. Die Anschaffungskosten sollen laut Stellantis bis 2026 auf Verbrenner-Niveau sinken. Bis dahin sind es nur noch 4 Jahre. Dazu soll eben auch z. B. das induktive Laden und die damit einhergehende mögliche Reduktion der Akkugröße beitragen.
Diese Preisreduktion könnte sich natürlich schlecht auf den Werterhalt der derzeitigen Elektroautos auswirken. Wer sich also bei den Aussichten günstigerer Elektroautos in der nahen Zukunft jetzt Sorgen wegen des Restwertrisikos macht, für den ist insta-drive.com eine gute Lösung. Da gibt es die neuesten, aber auch gebrauchte Elektroautos im Abo. Zu einem fixen Preis im Monat alles inklusive. Also Versicherung, Wartung, Anmeldung, Förderabwicklung, 8-fach-Bereifung, Garantie etc. Nur für das Laden muss man selbst aufkommen. Am Ende der festgelegten Laufzeit wird das Auto einfach zurückgegeben oder der Vertrag verlängert. Dadurch ist das Thema Restwert völlig beseitigt und man kann jetzt schon sorglos elektrisch fahren.

Polestar 3

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Polestar 3 Erlkönig (Quelle:Polestar)

Vom Polestar 3 gibt es Erlkönigfotos. Die Form ist jetzt schon gut zu einzuschätzen.
Optisch erkennt man hinter der Tarnung wieder die kantigen Signature-Scheinwerfer von Polestar sowie einiges an Schwung und Kanten. Von vorne betrachtet erinnert er mit der abfallenden Motorhaube ein wenig an einen Porsche Cayenne oder vielleicht auch einen Mustang Mach-E und wenn wir es richtig sehen, gibt es ein Infinity-Dach, das wiederum z. B. ans Tesla Model Y erinnert. Ein bisschen was von einem Coupé hat er auch, vor allem wenn man sich die spitzverlaufenden Fenster ansieht, einen Heckspoiler gibt es allerdings nicht.
Vorgestellt wurde der dritte Polestar als eines der klimaschonendsten Autos der Welt, welches in South Carolina in den USA produziert wird. Derzeit ist man weltweit in 14 Märkten vertreten und möchte bis Ende 2023 global sogar auf mindestens 30 Märkte kommen. Außerdem rechnet Polestar mit einer Verzehnfachung des Absatzes bis 2025 und der Polestar 3 soll als ultimativer Elektro-Performance-SUV seinen Teil dazu beitragen.
Wir sind gespannt, wie der Polestar 3 dann ohne Tarnung aussehen wird und was sich so an Innovationen im Inneren versteckt – und natürlich darauf, wie amerikanisch dieser Polestar denn tatsächlich sein wird.

Skoda Enyaq

Bei Skoda gibt es eine Preiserhöhung, aber dafür auch eine technische Verbesserung. Der Skoda Enyaq ist eines der beliebtesten Elektroautos geworden, wie wir gleich auch bei den neuen November-Zulassungszahlen sehen werden. Mit viel Platz, gepaart mit guter Qualität, einer schicken Optik, guter Technik sowie einem nicht zu hohen Preis war der Skoda Enyaq für viele E‑Mobilitäts-Begeisterte genau das, worauf sie schon lange gewartet haben. Doch nun erhöht Skoda die Preise! Doch keine Angst, die Erhöhung ist mit jeweils 800 € bei den heckgetriebenen Versionen nicht so gewaltig, die allradgetriebene Top-Version iV80x bleibt sogar unverändert bei einem Einstiegspreis von 47.000 €. Um Kunden und potenziell am Enyaq Interessierte nicht zu verärgern, kommt diese Preiserhöhung aber nicht ohne Vorteile für die Kunden daher. So hat Skoda an der DC‑Ladeleistung seiner Enyaq-Modelle gearbeitet. Ab sofort ändert sich somit Folgendes: Während bisher bei den Versionen mit den kleineren Akkuoptionen das DC-Laden nur mit 50 kW und nur gegen Aufpreis mit 100 kW möglich war, ist es ab sofort serienmäßig mit 100 kW möglich. Die Versionen iV80 und iV80x hatten bisher ja schon serienmäßig DC-Laden mit bis zu 100 kW, da erhöht es sich nun auf 125 kW ab Werk. Mit dieser Erhöhung der maximalen Ladeleistungen wird das Reisen deutlich komfortabler, da die Ladezeiten sich verkürzen: Für den iV60 wird ab sofort eine DC‑Ladezeit von 35 Minuten angegeben, der iV80 soll nun noch 38 Minuten benötigen. Die Daten der anderen Modellversionen sind noch nicht veröffentlicht worden, dürften aber auch eine ordentliche Verkürzung erfahren haben. Der Skoda Enyaq wurde in Europa übrigens bereits über 70.000 Mal bestellt.

Rivian R1S und R1T

Rivian R1S (Quelle: Rivian)

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Rivian R1T (Quelle: Rivian)

Kommen wir jetzt zu einer Marke, die es wohl bald von unserer Exoten-Pipeline auf die Elektroauto‑Pipeline schaffen wird, denn ein europäischer Standort soll kommen! Das freut uns besonders, denn es handelt sich um ein unserer Meinung nach sehr interessantes Start-up, nämlich Rivian.
Denn auch wenn die Rivian-Modelle R1S und R1T wirklich sehr amerikanische Pick-Up-Trucks sind, so kommen sie doch mit dem gewissen Etwas, wie zum Beispiel mit futuristischen Leuchten oder auch mit Zelt und einer integrierten Küche! Der Instadriver hat ja einmal im Tesla Model 3 gecampt (https://www.youtube.com/watch?v=MLGKomUg3U4) aber so nah an der Natur in einem Rivian R1T, das ist bestimmt ein ganz anderes Feeling. Vor allem ist es gewiss komfortabler.
Es gab schon einige Zeit Gerüchte, dass Rivian sich einen europäischen Standort sucht, lange war da von Bristol in Großbritannien die Rede, jetzt aber hat das niederländische Wirtschaftsministerium bestätigt, dass es sehr konkrete Gespräche mit Rivian gibt.
Tatsächlich soll es sich um das Fertigungswerk VDL Nedcar handeln, das derzeit für die BMW Group Modelle wie den X1 oder den Mini Countryman fertigt. Ab 2023 sollen aber beide Modelle im BMW-Werk in Leipzig gebaut werden, sodass die Verträge mit der BMW Group bald auslaufen. Daher ist es sogar möglich, dass Rivian VDL Nedcar gänzlich übernimmt. Noch im Dezember 2021 sollen daher einige Rivian-Mitarbeiter dem Werk in Born einen Besuch abstatten.
VDL Nedcar scheint allerdings auch Verhandlungen mit einer anderen jungen amerikanischen Elektroautomarke zu führen, nämlich mit Canoo. Sollte Rivian also den Standort nicht vollends übernehmen, so besteht die Möglichkeit, dass das Werk in Born bald zwei Elektroauto-Startups aus den USA beherbergt.
Was auch passiert, Rivians Pläne bald in Europa zu produzieren, scheinen sicher - denn auch der Standort in Bristol ist weiterhin von Interesse, auch wenn es dort nicht die Möglichkeit gäbe ein Werk inklusive Belegschaft zu übernehmen. Tatsächlich scheint es zumindest von britischer Seite großes Interesse hinsichtlich eines Rivian-Werkes in Bristol zu geben: Boris Johnson, der Premierminister des Brexit-Landes höchstpersönlich, schrieb einen Brief an den CEO von Rivian und versprach sogar ein Förderpaket für Rivian, sollte sich die Firma für den Standort UK entscheiden.
Man sieht also, nicht nur wir haben Rivian ganz oben auf unserer Liste, sondern auch die beiden möglichen Werksländer sehen das große Potential von Rivian.

Zulassungszahlen Deutschland

Schauen wir uns jetzt noch die Zulassungszahlen von Deutschland an, denn das hebt zum Schluss immer nochmal die Stimmung!
Auch diesen November gibt es im Vergleich zum November 2020 einen Zuwachs von 39 % an reinelektrischen Autos in Deutschland! Ganze 40.270 Elektroautos sind neu auf Deutschlands Straßen gekommen. Das sind sage und schreibe 20,3 % aller Neuzulassungen. Es sind mehr Elektroautos zugelassen worden als Diesel (31252 Fahrzeuge, entspricht 15,8 %).
Bei den einzelnen Modellen ist es auch sehr spannend, denn Platz 1 der beliebtesten Elektroautomodelle im November 2021 geht weder an Tesla noch an ein VAG-Auto. Wie schon im Oktober führt auch im November erneut die Renault Zoe das Feld an, mit 4.200 neuen Exemplaren in Deutschland – das ist wirklich interessant, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Zoe ja nicht mehr das neueste Elektroauto auf dem Markt ist und es ja auch andere Modelle im Kleinwagensegment gibt, die in manchen technischen Belangen sogar mehr zu bieten hätten. Dennoch wollen wir die Zoe natürlich nicht kleinreden und gratulieren Renault zu dieser tollen Leistung. Da hat das Marketing wohl gut gearbeitet, um die Zoe wieder aufleben zu lassen. Platz 2 geht dann aber doch an Tesla, genauer gesagt an das Model 3, von dem 3.825 neue Exemplare auf die deutschen Straßen kamen. Danach folgen wieder zwei Kleinwagen, nämlich der VW e-Up und der Smart EQ ForTwo und auf Platz 5 geht es dann weiter mit Teslas Model Y. Da hätte man sich im November 2021 schon mehr Erstzulassungen erwarten können, aber hier scheinen manche doch noch auf das Model Y made in Germany zu warten, es wird also spannend zu sehen, wo die Zulassungszahlen liegen, sobald die Giga-Factory Berlin ihren Betrieb voll aufgenommen hat.
Erst auf Platz 6 kommt der VW ID.3, der ja normalerweise gemeinsam mit dem Model 3 immer auf den vordersten Plätzen liegt. Hier spiegelt sich auch die Halbleiterkrise wider, wegen der VW ja sogar für eine Woche die Produktion komplett pausieren musste. Also keine Sorge, wir erwarten im Dezember auf jeden Fall wieder deutlich bessere Zahlen von VWs Volksstromer.
Die Plätze 7 bis 10 werden komplettiert von den Modellen: Hyundai IONIQ 5, Skoda Enyaq, Hyundai Kona und dem MINI Cooper SE.


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