Elektroauto-News #88

BYD, DB & Kia Second Life Akkus, Aiways U6, BMW Plug & Charge, neue Jeeps, Mach-E Preiserhöhung, Tesla Model S und X Ladeboost, E-Autos als Speicher, Peugeot e-308, MG 4 Preise

BYD

Wenn es um Hersteller mit den höchsten Elektroauto-Verkäufen weltweit geht, denkt vermutlich jeder zunächst an Tesla und bald dahinter kommen VW und eventuell noch Hyundai oder Kia.
Dass auch der chinesische Hersteller BYD zu den größten Elektroautoplayern am Markt zählt, ist in unseren Breiten weitgehend unbekannt. Aber es gibt da ja noch China und einen riesigen chinesischen Markt.
In Europa war BYD bisher noch nicht vertreten, doch das ändert sich jetzt noch vor dem Jahresende 2022. Mit gleich 3 Modellen startet der chinesische Hersteller bei uns durch, wobei bisher noch nicht kommuniziert wurde, um welche Modelle es sich handelt. Durch das deutsche Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat sich das nun geändert, denn hier müssen die Modelle gelistet sein, um in den Genuss des Umweltbonus zu gelangen.
Genau darum können wir euch nun von den kommenden BYD-Modellen berichten. So kommt offenbar das große SUV Tang EV zu uns, die Premium-Limousine Han EV und der kompakte Crossover Atto 3. Der Han EV, also die Limousine, soll ab 70.805 € bei uns starten, das große SUV Tang EV beginnt bei mindestens 71.400 € und der Crossover, für die meisten wohl das spannendste Modell, soll bei 42.245 € beginnen. Damit bekommt man beim Atto 3 in Deutschland sogar noch die große Förderung, welche derzeit bei 9.570 € liegt. Aber Achtung – wer seinen BYD erst 2023 zulassen kann, muss nach den neuen Förderrichtlinien auf 1.500 € des Bundesanteils verzichten.

WLTP-Reichweiten der E-Autos sind noch keine bekannt, allerdings lässt sich aus der BAFA-Liste die Akkugröße bereits herauslesen. So hat der Atto 3 einen 60,5-kWh-Akku, der Tang EV hat 86,4 kWh und die Limousine Han EV speichert bis zu 85,4 kWh Energie. Größenmäßig reiht sich der Atto 3 übrigens mit 4,46 m Außenlänge genau zwischen dem Kia Niro EV und dem VW ID.4 ein, am ehesten entspricht er mit den Abmessungen noch dem Mercedes EQA. Noch nicht so sicher ist die Ladeleistung von bis zu 85 kW. Das klingt im Jahr 2022 nach nicht so viel, aber warten wir ab, denn mitentscheidend ist ja auch, wie lange der Maximalwert gehalten werden kann. Beispielsweise hat der Mercedes EQA mit 100 kW nicht die höchste Ladeleistung, aber dadurch, dass sie lange gehalten wird, ist die Ladezeit gut.

DB & Kia Second Life Akkus

Die Deutsche Bahn und Kia starten ab 2023 ein gemeinsames Projekt:
Es hört auf den Namen "Second Life"-Projekt. Die Idee dahinter ist, mehrere gebrauchte Lithium-Ionen-Batterien aus Elektrofahrzeugen gebündelt zu leistungsstarken Energiespeichern für grünen Strom einzusetzen. Die Einsatzbereiche dieser sogenannten Second-Life-Batteriespeicher sind flexibel und vielseitig. Sie können beispielsweise überschüssigen Strom aus Photovoltaikanlagen speichern oder können in Instandhaltungs- und Bereitstellungswerken der Deutschen Bahn den Strom über den Tag verteilt abgeben.

Aiways U6

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Aiways U6

Vom Aiways U6, also der Coupé-Version des U5, gibt es bereits erste Teaser-Fotos, die uns schon sehr ungeduldig auf die Europa-Premiere warten lassen. In seinem Heimatland China wurde das Fahrzeug bereits vorgestellt und kann dort auch schon vorbestellt werden.

Hier in Europa müssen wir uns noch ein wenig gedulden, aber es sind bereits die ersten Engeneering-Fahrzeuge im Overseas-Hauptquartier in München für letzte Tests eingetroffen, also dürfte es nicht mehr lange dauern, zumal die ersten U6 noch 2022 zu den europäischen Kunden kommen sollen.

Preislich soll es wohl bei etwa 40.000 € losgehen.

BMW Plug & Charge

Eine coole Nachricht von BMW:
Die Tesla-Fahrer kennen es vom Supercharger: einfach anstecken, keine Ladekarte, keine Ladeapp, sondern das Auto beginnt einfach zu laden.
Ab Mitte 2023 kann das auch BMW bei seinen Elektroautos.
Wie wird das dann funktionieren und welche Ladestationen werden unterstützt?
Ab kommendem Jahr kann man im Fahrzeug bis zu 5 Ladeverträge hinterlegen, also zum Beispiel den eigenen EnBW-, Maingau- oder Smatrics-Vertrag. Es funktionieren aber auch alle anderen Anbieter. Dann fährt man einfach zur Ladestation, steckt seinen BMW an und durch die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation wird der Ladevorgang automatisch gestartet, so wie bei Tesla an den Superchargern. Danke für dieses Upgrade BMW!

Neue Jeep Elektroautos

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Jeep Avenger EV

Der Autohersteller Jeep stellt gleich 3 Elektroautos vor. Es handelt sich um den Recon, den Wagoneer S und den Avenger. Es gibt nun auch von den Modellen Recon und Wagoneer S erste Bilder. Während der Recon und der Wagoneer S für Amerika bestimmt sind, wird der Avenger ab 2023 für Europa bestimmt sein und mit einer Reichweite von 400 km den noch mit Verbrennungsmotoren betriebenen Jeep Renegade ablösen.

Mustang Mach-E Preiserhöhung

Beim Ford Mustang Mach-E gibt es erneut eine massive Preiserhöhung in Deutschland.
Für die Einstiegsversion SR mit Heckantrieb werden nun mindestens 62.900 € fällig. Damit beträgt die Steigerung beim Basismodell 6.400 € .
Wir erinnern uns, zu Beginn lag der Einstiegspreis für den Mustang Mach-E bei 47.500 €, also 15.000 € mehr in weniger als einem Jahr. Das ist eine immense Steigerung, dennoch bleibt der Mustang Mach-E ein gutes Elektroauto.

Tesla Model S und X laden schneller

Zum Tesla Model S und X gibt es News aber nicht zu den neuen Facelifts, die ja ab November auch bei uns in Europa ankommen, sondern zu den bisherigen Modellvarianten. Denn diese Autos sind ja auch sehr gut, aber die Ladeleistung lag wegen des benötigten CCS-Adapters für DC-Ladestationen oder V3 Supercharger bisher bei nur etwa 140 kW und damit unterhalb der Konkurrenz. Mit dem Softwareupdate 2022.24.6 wird die Ladeleistung nun erhöht, auch mit Adapter können die Fahrzeuge jetzt mit bis zu 190 kW laden, wenn die Station diese Leistung auch liefert. Wie viel Zeit dadurch beim Laden gewonnen wird, muss erst durch weitere Tests ermittelt werden. Die 190 kW dürften aber das absolute Maximum sein, denn Tesla selbst schreibt, dass der CCS-Adapter eigentlich nur für bis zu 142 kW ausgelegt ist. Probleme in Bezug auf Überhitzung bei 190 kW Ladeleistung wurden bisher aber keine gemeldet.

E-Autos als Energiespeicher in der Energiekrise

Jetzt zu einem brisanten und sehr aktuellen Thema im Zusammenhang mit der Energiekrise und der Blackout-Gefahr.
Viele haben Angst vor einem großflächigen Blackout, doch eine mögliche Lösung, um die Gefahr zu vermindern, wird leider noch immer von der Politik gebremst.
Prinzipiell ist jedes Elektroauto ein fahrender Stromspeicher und könnte bei Netzinstabilitäten Energie abgeben, um einen Stromausfall abzuwenden. Bei stationären Anlagen klappt dies prinzipiell schon gut, allerdings werden E-Autos als mobile Speicher betrachtet und dank dieses kleinen, aber feinen Unterschieds ist es bis heute nicht möglich, das Elektroauto als fahrenden Energiespeicher zu verwenden.
Im April 2022 waren in Deutschland fast 690.000 reine Elektroautos auf den Straßen unterwegs. Wenn wir von durchschnittlich 50 kWh Akkukapazität ausgehen, entspricht das 34,5 GWh an mobiler Speicherkapazität. Hier muss die Politik endlich etwas tun, denn im Gegensatz zur Meinung mancher sind Elektroautos nicht die Ursache für Blackouts, sondern sie sind ein Teil der Lösung gegen großflächige Stromausfälle.

Peugeot e-308 Kombi

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Peugeot e-308

Kürzlich haben wir über den Skoda Octavia Elektrokombi berichtet, und jetzt wird erneut ein neuer Elektrokombi angekündigt. Peugeot bringt den e-308 auf den Markt und wird neben dem klassischen Kompaktwagen auch eine Kombiversion bauen.
Ab Mitte 2023 geht es los mit dem e-308 SW, der über 156 PS, 51 kWh Akkukapazität und damit laut Peugeot gut 400 km Reichweite verfügen wird. Interessant ist, dass der e-308 wohl ein Zweiganggetriebe bekommen soll, was bisher nur Oberklassemodelle wie der Porsche Taycan oder Audis e-tron GT spendiert bekommen haben. Das dürfte dann auch der Grund sein, dass dieses gar nicht so kleine Auto mit “nur” 51 kWh Akkukapazität stolze 400 km Reichweite schaffen soll.
Genaue Daten auch hinsichtlich des Kofferraumvolumens liegen uns leider noch nicht vor, aber den ersten Bildern nach zu urteilen, dürfte es der Peugeot größenmäßig in etwa mit dem MG 5 aufnehmen.

MG 4 Preise

Der Einstiegspreis für den MG 4 steht fest: Er beträgt 28.420 €, das ist die Summe, bei der es losgeht mit dem 51-kWh-Akku, 350 km Reichweite und 170 PS Elektromotorpower. Die Ladeleistung liegt dann bei bis zu 117 kW. Der Preis für die Version mit 64 kWh Akkukapazität ist leider noch unbekannt, die Daten mit 450 km Reichweite, 204 PS sowie bis zu 135 kW Ladeleistung sind in vielen Belangen identisch mit jenen des VW ID.3 Pro Performance.


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