Elektroauto-News #71

Top 20 E-Autos nach € pro km, Lucid Eröffnung München, VW ID.2, Schluss mit Gratis-Laden, Supercharger für alle in AT, Giga-Factory Schwierigkeiten, VW Aero B, BMW iX1

TOP 20 Elektroautos nach € pro km

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Preis geteilt durch WLTP-Reichweite

Das Neuwagen-Vergleichsportal Carwow hat eine aktuelle Rangliste erstellt und wir präsentieren die TOP 20 Elektroautos mit dem niedrigsten Preis pro km Reichweite, aber auch einige zusätzliche Infos zu den jeweiligen Autos.

Wir beginnen bei Platz 20, da haben wir den Hyundai IONIQ 5, welcher sich neben einer guten Reichweite vor allem durch seine hervorragende Ladeleistung auszeichnet. Pro Kilometer Reichweite nach WLTP zahlt man beim IONIQ 5 mindestens 81 €, wobei hier auch höhere Kosten je nach Ausführung (SR oder LR) entstehen können. Für die reale Reichweite lautet unsere Faustformel: WTLP-Reichweite abzüglich 20 % - Im Winter ziehen wir von diesem Wert weitere 15 % ab.
Die 81 € erhält man, indem man den Preis durch die Reichweite rechnet. Die Preise sind bereits inklusive Abzug der Förderung in Deutschland - für Österreich und die Schweiz sind also die km-Preise etwas höher.

Gleich davor auf Platz 19 finden wir den Kia EV6, welcher ab 80 € pro Kilometer Reichweite zu haben ist. Der KIA steht auf derselben Plattform wie der IONIQ 5, hat auch das selbe Infotainmentsystem, aber ein anderes Interieur und Außendesign.

Die BMW-Modelle i4 und i3 sind auch in der Liste zu finden, beim i4 eine Überraschung, aber das liegt an der guten WLTP Reichweite des i4. Der große Vorteil beim BMW ist, dass man damit auch auf der Autobahn schnell fahren kann (damit meinen wir über 150 km/h) und trotzdem noch einen anständigen Verbrauch hat. Beide BMWs liegen jeweils bei 79 € pro Kilometer Reichweite. Noch besser sind der Hyundai Kona und das Tesla Model 3 mit 77 € pro Kilometer Reichweite. Zu diesen beiden Legenden brauchen wir nichts weiter zu sagen, oder?

Bevor es in die Top 10 geht, haben wir noch den Hyundai IONIQ Elektro mit 74 € pro km Reichweite, den VW ID.5 mit 71 € und die Modelle Peugeot e-2008 und Opel Mokka-e mit jeweils 69 Euro Kosten pro Kilometer Reichweite.

Die Top 10:

Hier liegen der Nissan Leaf und der Renault Twingo Electric gleichauf und kosten 68 € pro Kilometer Reichweite. Der Nissan Leaf ist ja schon ein altes Eisen, aber wie man sieht, immer noch ein Preis-Leistungs-Sieger – der Twingo Electric ist für uns leider nur stadttauglich, da er keinen CCS Anschluss hat und somit nicht schnell laden kann. Dafür lädt er mit Wechselstrom mit maximal 22 kW.

Noch bei über 60 € finden wir den Cupra Born und den Citroen e-C4 mit 66 € und den Skoda Enyaq iV mit 65 € je Kilometer Reichweite.

Genau 60 € kostet der VW ID.3, wenn man rein nach der Reichweite pro km geht und ist damit auf Platz 5.

58 € pro Kilometer Reichweite kostet ein Renault Zoe und ein Peugeot e-208. Wobei der e-208 besser aussieht – vor allem im Interieur – aber die Zoe glänzt mit guten EV Eigenschaften und hat auch in unserem Servicecheck wirklich gut abgeschnitten – obwohl die Achsschenkel manchmal Probleme machen.

Der Opel Corsa-e ist mit 53 € auf Platz 2 zu finden.

Wer nun denkt, auf Platz 1 ist sicher eines der reichweitenstärksten Elektroautos mit deutlich über 500 km Reichweite, der täuscht sich. Denn der Sieger im Mai 2022 ist tatsächlich der Dacia Spring und wir sagen auch, dass der günstige Preis durchaus gut ist, aber man sich nicht zu viel vom Dacia erwarten darf. Er bietet außerdem nur 230 km an WLTP-Reichweite, aber er lässt sich gegen Aufpreis schnell laden und das finden wir gut. Als Gewinner geht er bei diesem Vergleich hervor, weil der Preis nach Abzug der Förderung nur 11.569 € in Deutschland beträgt - damit ist der Preis pro Kilometer nur 50 € und das ist, wenn man alleine an die Reichweite denkt, unschlagbar. Aber wie heißt es so schön: Aussehen ist ... Nein, Reichweite ist nicht alles.


Wer öfter Langstrecke fahren muss und dafür ein günstiges Elektroauto sucht, für den eignet sich dieser Preisweitenvergleich aber auch sehr gut. Hier würde der VW ID.3 zum Beispiel sehr gut abschneiden, welcher eine gute Preisweite bietet, und nebenbei sogar auf Langstrecken für Komfort durch große reale Reichweite sorgt.


Wir haben jetzt die 20 günstigsten Fahrzeuge vorgestellt, doch ganz kurz noch wollen wir auch ans andere Ende der Rangliste blicken: Was kosten ein Tesla Model X, ein Porsche Taycan oder ein Mercedes EQS? Der EQS ist mit 152 € pro Kilometer Reichweite noch ziemlich gut dabei, Porsches Taycan in der Einstiegsversion mit 71 kWh Akku liegt bei 182 €, ist aber noch nicht das Ende der Rangliste. Teslas Model X ist mit 200 € pro Kilometer Reichweite schon deutlich darüber und wirklich nichts mehr für den Otto-Normalverbraucher. Ein Audi RS e-tron GT kostet 265 €/ Kilometer und bildet damit das Schlusslicht unter den Autos – aber natürlich geht es bei diesem Auto nicht ums Sparen, oder darum die meisten Kilometer für sein Geld zu bekommen. Eher die meisten PS.

Lucid Eröffnung München

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Lucid Air Innenraum

Am 13. Mai war es endlich so weit: Lucid Motors, einer der zukünftig vielleicht größten Tesla-Konkurrenten, ist in Europa angekommen. Seinen ersten Store hat das amerikanische Start-up im bayrischen München eröffnet, um von dort aus Interessenten zu Lucids erstem Oberklasse-Stromer, dem Lucid Air, zu beraten.
Die Daten des Lucid Air sprechen für sich - echter Luxus statt nur Hightech wie im Tesla - 1.111 PS Maximalleistung sind sogar ein wenig mehr als die 1.020 PS des Tesla Model S Plaid. Die zweite sehr beeindruckende Zahl ist die Reichweite des Lucid Air: 520 Meilen soll er schaffen, das sind 837 km. Ob der Air das auch in der Praxis schafft, müssen Tests zeigen, doch selbst wenn der Akku mal leer wird, ist das kein Problem, denn das Fahrzeug lädt mit bis zu 300 kW, was in den USA auch schon in einem realistischen Test erreicht wurde.
Wir durften in München auch im Fahrzeug Platz nehmen, aber es war leider noch nicht erlaubt zu fahren. Bei so viel Luxus fragt man sich nun, wie viel denn der Lucid Air bei uns eigentlich kostet? Sagen wir es mal so: Das Wort Luxus spiegelt sich auch im Preis wider: 218.000 € werden als Startpreis genannt. Das wären 260 € pro km Reichweite und damit dieselbe Liga wie das Schlusslicht Audi RS e-tron GT.

VW ID.Life wird VW ID.2

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VW ID. Life Illustration

Jetzt ist es raus - der ID.Life wird ID.2 heißen, also wohl ein Modell in der VW Polo-Kategorie. Der ID.2 soll bereits ab 2025 auf den Markt kommen. Ein Fahrzeug noch eine Stufe darunter wird momentan nur als Produktidee geführt, also ein ID.1 ist laut VW noch gar nicht fix, wobei wir sehr stark davon ausgehen, dass es ein entsprechendes Fahrzeug in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts geben dürfte. Noch eine gute Nachricht: Um kein “Loch” in der Produktpalette unterhalb des ID.3 zu haben, hat VW angekündigt, den e-Up weiter bis ins Jahr 2025 zu bauen, bis dann eben der ID.2 auf den Markt kommt.

Kein Gratisladen mehr bei ALDI

Kein kostenloses Laden mehr auf Supermarkt-Parkplätzen. Zumindest Aldi Süd verabschiedet sich ab Juni 2022 vom kostenlosen Laden. Derzeit betreibt die Supermarktkette viele Märkte mit Schnellladern und sogar Lademöglichkeiten mit mehr als 50 kW Ladeleistung – und das auch noch gratis - wie auch zum Beispiel Lidl kostenlos. Um Ladeschnorrern entgegenzuwirken, die nur kostenlos laden wollen, ohne einzukaufen, gab es in den letzten Monaten schon diverse Ideen, wobei immer wieder das Thema Ladeguthaben, welches man sich nach dem Einkauf an der Kassa holt, im Gespräch war.
Aldi Süd geht nun einen anderen, vermutlich wohl einfacheren, aber für uns nicht so tollen Weg, denn das Laden wird generell kostenpflichtig. An den Stationen kann in Zukunft direkt mit EC- oder Kreditkarte bezahlt werden, der Tarif liegt dann bei 39 ct/kWh, was wiederum für das Schnellladen mit mehr als 50 kW durchaus in Ordnung ist. Alternativ kann man sein Elektroauto auch mit einem der zahlreichen Ladeanbieter aufladen, wobei hier natürlich der jeweilige Tarif des Anbieters gilt. Welche Anbieter bei Aldi Süd möglich sein werden, darüber gibt es noch keine Infos, wir würden aber von den großen Anbietern wie Maingau oder auch EnBW sowie einigen weiteren ausgehen.
Diese News betrifft aber nur KundInnen von Aldi Süd in Deutschland. In der Schweiz gibt es vorerst keine Änderungen bei den kostenlosen Supermarktladern und in Österreich arbeitet Hofer mit Anbietern wie Smatrics zusammen, wodurch es ohnehin kein kostenloses Laden gibt. Interessant wird es in Zukunft wohl bei Lidl werden, denn es ist ja oft so, dass wenn einer anfängt, andere Anbieter desselben Produktes bald folgen dürften. Das würden wir schade finden, denn das Gratisladen beim Supermarkt ist wirklich klasse.

10 Tesla Supercharger in Österreich für alle Marken freigeschaltet

Auch klasse ist, dass in Österreich nun 10 Standorte von Tesla Superchargern für Fremdmarken freigeschaltet worden sind – man kann also mit allen Elektroautos nun an 10 Tesla Superchargern österreichweit laden.

Schwierigkeiten in Teslas Giga Factory Berlin

Dass es bei der Inbetriebnahme einer neuen Großfabrik zunächst etwas langsamer vorangeht, ist ja nichts Ungewöhnliches. In der Regel wird das Produktionsvolumen dann aber rasch gesteigert, was auch bei Tesla in Grünheide so vorgesehen war. Dennoch geht es in Grünheide nur sehr schleppend voran, aktuell werden nur 86 Model Y Performance pro Tag gebaut. Die Arbeit an den einzelnen Montage-Stationen wurde bei einem Auto mit 90 Sekunden eingeplant, aktuell braucht man jedoch gut doppelt so lang.
Die Probleme dürften einerseits darin bestehen, dass es noch zu wenig Personal gibt, zum anderen aber auch an massiveren Qualitätsproblemen. So werden derzeit so gut wie alle Fahrzeuge zunächst auf einen abgesperrten Bereich des Geländes gefahren, um dort händisch Lackfehler oder schlecht montierte Bleche auszubessern. Man arbeitet eben sehr genau hier in Deutschland.
Ab Juli soll es besser werden, denn ab da ist eine zweite Arbeitsschicht geplant und die Abläufe sollten verbessert worden sein. Dadurch soll auch die Arbeit an den einzelnen Stationen auf nur noch 30 Sekunden verkürzt werden, wobei aber derzeit nicht einmal die angepeilten 90 Sekunden auch nur ansatzweise erreicht werden. Tesla hat sich in Berlin als Ziel gesetzt, 500.000 Autos im Jahr zu bauen. Das würde 1370 Tesla pro Tag bedeuten – das ist eine respektable Zahl. Wer auf ein Model Y Long Range aus deutscher Produktion wartet, wird sich wohl noch länger gedulden müssen, denn es wird gemunkelt, dass Grünheide zunächst 2 Millionen Bestellungen des Model Y Performance abzuarbeiten hat.

VW Aero B

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VW Aero B Erlkönig

Es gibt Erlkönigbilder des VW Aero B, welcher wohl der Nachfolger des Passat werden dürfte.
Auf den ersten Blick wirkt es so, als hätte der Aero B kaum noch Tarnung, doch bei einigen essenziellen Teilen findet man dann doch noch Beklebungen und Verkleidungen. So ist die Front noch relativ stark beklebt, wobei hier ein Gesicht wie bei den anderen IDs so gut wie gesichert ist. Neuigkeiten gibt’s an den Rückleuchten, welche nun waagrecht ausgeführt sind und im Design an die Elemente des ID.3 und ID.4 erinnern. Noch in diesem Jahr soll wohl ein seriennahes Konzept des Aero B vorgestellt werden und ab Ende 2023 der finale Aero B zu den Kunden gelangen.

BMW iX1 Erlkönig

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BMW iX1 Erkönig

Den BMW iX1 als Erlkönig haben wir auch noch zu bieten. Der ist in der finalen Entwicklungsphase, die letzten Wintertests sind abgeschlossen. Dort wurden Antriebs- und Fahrwerkskomponenten abgestimmt, sodass der iX1 bei jeder Witterungslage ein optimales und sicheres Fahrerlebnis bietet. Gleichzeitig wurden die Antriebskomponenten auch auf die extreme Kälte hin getrimmt, um Ausfälle im Realbetrieb so gut wie möglich zu vermeiden. Nach dem iX3 und dem iX wird der iX1 ab Herbst 2022 das dritte rein elektrische SUV-Modell von BMW sein und eine Reichweite von ca. 440 km nach WLTP bieten.


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