Polestar 3 besser als Tesla Model X, BMW iX und Audi Q8 e-tron?

Das SUV für das Zeitalter der Elektromobilität?

Oberklasse-SUV aus Schweden 

Der Polestar 3 greift die automobile Oberklasse an und wir dürfen uns noch mehr erwarten als vom Polestar 2.
Mit 4,9 m Länge wird der Elektro-SUV etwas länger sein als ein Mercedes EQE SUV und das Auto wurde eigens so entwickelt, dass es auf der Rückbank jede Menge Platz bietet.

Für welche Autos ist der Polestar 3 nun eine spannende Alternative und warum:

Kandidaten für diesen Vergleich sind das Tesla Model X, der Audi Q7 sowie der kommende Q8 e-tron, der BMW iX aber auch der X6, X5 und X4, Mercedes EQE SUV und von den Fahreigenschaften der Porsche Cayenne. Der neue Porsche Macan Elektro kommt erst 2024 und wäre auch etwas kürzer. 

Sehen wir uns die einzelnen Modelle einmal genauer an und was Polestar uns hier Besseres bieten kann:

Größenmäßig ordnet sich der Polestar 3 auf ähnlichem Niveau wie seine Konkurrenten ein. Der BMW iX ist etwas größer, das Mercedes EQE SUV ist minimal kleiner und Audis Q8 e-tron ist wiederum einen Tick größer.

Einen sehr großen Vorteil bringt der Polestar 3 hinsichtlich seiner Reichweite mit, 610 km nach WLTP sollen es sein, damit liegt er mit an der Spitze des Vergleichs. Der neue Q8 e-tron von Audi wird 531 km schaffen, 558 km sind es beim Mercedes und 626 km schafft der BMW maximal.

Ein weiteres Argument pro Polestar ist eindeutig sein Preis.
Denn der schwedisch-chinesische SUV wird als Dual Motor Version, also mit Allradantrieb 89.900 € kosten. Bei diesem Preis ist der Polestar 3 ab Werk schon so gut wie komplett ausgestattet, das Pilot-Paket und Plus-Paket sind inklusive, man muss also kaum etwas hinzukonfigurieren.
Wer sich den Konfigurator von Mercedes, BMW und ganz besonders Audi ansieht, wird zunächst einmal etwas Zeit brauchen, bis er ihn durchgearbeitet hat, und natürlich treiben die unzähligen Zusatzausstattungen den Preis noch sehr weit nach oben. Auch Kleinigkeiten kosten bei der deutschen Konkurrenz ordentlich extra. Die Lenkradheizung zum Beispiel kostet einen Aufpreis.
Das Panoramadach gibt es gleich mit dazu, beim Mercedes EQE SUV zum Beispiel ist es aufpreispflichtig.
Also ein Pluspunkt für den Polestar 3. Der Konfigurator ist simpel, schön und übersichtlich, die Konfiguration äußerst einfach und der Bestellvorgang ist sehr schnell abgeschlossen.

Beim Preis ziehen wir einen Vergleich zu Porsche, denn Polestar bringt mit dem Polestar 3 einen Performance-SUV auf die Straße.
Den Porsche Macan gibt es zwar bald als Elektroversion, er ist aber kleiner als der Polestar 3.
Daher ist der größere Cayenne eher das Modell, mit welchem verglichen werden sollte. Der leistungsmäßig am ehesten vergleichbare Cayenne ist der GTS mit 460 PS, also etwas weniger als der Polestar 3 mit 360 kW, also 489 PS. Nicht zu vergessen die 840 Nm Drehmoment. Dennoch hat der Cayenne GTS einen Einstiegspreis von 120.037 €, ohne Zusatzausstattung, versteht sich. 

Wir halten fest: Der Polestar 3 ist preislich um einiges besser als die Konkurrenz, bietet in der Ab-Preis Variante aber schon fast ein vollausgestattetes Oberklasse-SUV.
Größenmäßig liegt der E-SUV gut zwischen den Konkurrenten und reichweitenmäßig verspricht er etwas mehr als die meisten anderen.

Also bei der Reichweite sollte der Polestar 3 ganz oben mitspielen - von Reichweitenangst keine Spur - aber wie sieht es mit der Ladeleistung aus?

Der Akku und die Ladeleistung des Polestar 3

Der Akku ist immerhin 111 kWh groß und damit sogar etwas größer als im Mercedes EQS SUV. Mit dieser riesigen Akkukapazität liegt die WLTP-Reichweite wie erwähnt bei 610 km, also sehr ähnlich wie beim aktuellen Teslas Model 3 zum Beispiel. Damit bewegt sich der Polestar 3 auch im Spitzenfeld bei der Reichweite unter den Elektroautos.
Einen genauen Verbrauchswert haben wir zwar noch nicht gefunden, das wird sich dann in unserem ersten Test herausstellen, jedoch sollten es bei 610 km Reichweite und einem 111 kWh Akku 18,2 kWh/100 km sein.
Wenn der Akku einmal leer ist, dann soll er mit bis zu 250 kW geladen werden können, was uns etwas stutzig macht, denn Polestar verbaut in seinem SUV ein 400-V-System und setzt noch nicht auf 800 V. Tesla setzt zwar auch auf 400 V und kann bis zu 250 kW laden, allerdings nur an den eigenen Superchargern, da dort der Ladestrom höher ist als sonst üblich.
An IONITY-Stationen kann auch Tesla nur knappe 200 kW ziehen, was dann auch auf den Polestar 3 zutreffen müsste.
Oder will Polestar jetzt auch ein eigenes Ladenetz aufbauen mit höherem Ladestrom als üblich? Wenn wir raten müssten, würden wir sagen, dass Polestar hier bereits für die Zukunft vorsorgt und sich wappnet, wenn der Ladestrom der Schnellladestationen erhöht wird.

Das Design des Polestar 3

Optisch ist das Fahrzeug richtig gut gelungen. Es fängt beim Frontscheinwerfer und dem besonderen Element des Frontspoilers an der Motorhaube an, zieht sich über die sehr schön geformte Dachlinie und wird komplettiert durch ein wuchtiges Heck mit einem weiteren Spoiler und dem für Polestar typischen durchgehenden LED-Streifen als Beleuchtungselement. Das Design steht eindeutig für Fahrfreude, Eleganz und Komfort.

 
Es gibt hinten auch einen Scheibenwischer - ein kleines Detail, das manche Autohersteller gerne weglassen, obwohl es durchaus für eine bessere Sicht vorteilhaft wäre. Es mag ja sein, dass durch eine aerodynamische Form und den Luftstrom die hintere Scheibe frei von Tropfen ist, allerdings nur während der Fahrt und nicht, wenn das Auto steht. Der Heckscheibenwischer -  für uns ein klarer Pluspunkt.

Ein weiteres positives Detail: Der Elektro-SUV darf auch Schweres ziehen, die Anhängelast beträgt bis zu 2200 kg und man gehört damit zum Spitzenfeld bei den Elektroautos.

Der Antrieb des Polestar 3

Angetrieben wird der Polestar 3 von 2 Motoren, hat also Allradantrieb. Eine Single-Motor-Version wie beim Polestar 2 ist derzeit nicht geplant.
Leistungsmäßig werden 360 kW, also 489 PS genannt, wobei es aber auch ein Performance-Modell mit 380 kW bzw. 517 PS Leistung gibt. Mit dem starken Drehmoment von 840 Nm bzw. 910 Nm bei der Performance-Version ist der Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,0 oder 4,7 Sekunden gemacht. Und das mit einem großen SUV. Beeindruckend. Als Höchstgeschwindigkeit schafft das 2,5-Tonnen-SUV 210 km/h und die liegen ebenfalls fast im Spitzenfeld unter den Elektroautos.

Der Innenraum des Polestar 3

Das schicke optische Erscheinungsbild setzt sich auch im Innenraum fort. Wie auch schon beim Polestar 2 wird sehr stark auf Nachhaltigkeit und Simplicity gesetzt. So findet man ein ähnlich aussehendes Infotainmentdisplay zwischen Fahrer und Beifahrer, welches im Polestar 3 deutlich mehr den Eindruck erweckt, als würde es frei schweben.
Genauso sieht es auch mit dem Fahrerinfodisplay hinter dem Lenkrad aus. Dieses unterscheidet sich doch etwas stärker vom Design des Polestar 2 und ist auch freischwebend gestaltet. Die Mittelkonsole ist nun im vorderen Bereich etwas unterbrochen, was vor allem den Beinbereich bei den vorderen Sitzen großzügiger wirken lässt. 

Auf der Rückbank hat man nun auf allen 3 Sitzplätzen mehr als genug Platz, da der Mitteltunnel nun gar nicht mehr vorhanden ist, welcher beim Polestar 2 den Platz doch ein wenig einschränkt.
Dann geht es noch in den Kofferraum, welcher ehrlich gesagt für ein 4,9 m Auto gar nicht so riesig ist. 484 Liter sind zwar nicht wenig, jedoch haben da kleinere Modelle wie der Skoda Enyaq doch mehr zu bieten. Immerhin kann der Laderaum durch Umklappen der Rückbanklehne auf 1411 Liter erweitert werden und unter der Fronthaube gibt es ein Staufach, also einen Frunk mit 32 Litern Fassungsvermögen, zum Beispiel für Ladekabel oder kleinere Taschen.

Die Assistenzsysteme des Polestar 3

Ein wichtiges Thema sind natürlich auch die Assistenzsysteme und autonomes Fahren. So manch ein Konkurrent setzt hier bekanntlich mittlerweile ausschließlich auf Kameras und verbaut überhaupt keine Radarsensoren oder Ultraschallsensoren mehr. Polestar hingegen folgt dem System der meisten anderen Hersteller und kombiniert 5 Kameras mit 5 Radarsensoren sowie 12 Ultraschallsensoren. Diese steuern zum einen die Assistenzfunktionen und überwachen zum anderen auch den Innenraum bzw. insbesondere den Fahrer.
Derzeit sind zahlreiche Funktionen wegen sehr strenger EU-Richtlinien bei uns nicht freigeschaltet, doch zukünftig möchte Polestar auch vollautonomes Fahren mit dem Polestar 3 anbieten.

Fazit Polestar 3

Der Polestar 3 ist für uns damit insgesamt ein sehr spannendes Elektroauto. Die Technik ist auf höchstem Niveau und bereits in einigen Aspekten auf die Zukunft ausgerichtet. Siehe Thema Laden mit 250 kW und vollautonomes Fahren. 

Ab 2023 geht es los und das Elektro-SUV kommt bei uns auf die Straßen.


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