Elektroauto-News: Neue Ultraschnellladezellen halten 20 Jahre

1000 Ladezyklen für neue Ultraschnellladezellen 

Weitere E-Auto-News:
Tesla Semi Truck, Ladenetzausbau EU, Citroen e-C3, 480 kW Hypercharger für Europa, Foxtron Model B, Tesla Vision Update, Megane E-Tech Preiserhöhung


Ultra-Schnellladezellen mit 1000 Ladezyklen

Im Video ab 00:57

Das größte Optimierungspotenzial im Elektroauto-Bereich liegt eindeutig in der Akkutechnologie.

Immer wieder gibt es Meldungen zu neuen Zelltypen, extremen Ladeleistungen oder sehr hohen Energiedichten, sodass die Akkus immer weniger Bauraum benötigen würden. Doch das wirklich Wichtige ist, dass diese Entwicklungen nicht nur die Theorie widerspiegeln, sondern dann auch direkt in die praktische Anwendung kommen.
Deswegen berichten wir diese Woche über das israelische Start-up StoreDot, welches eine Zelle entworfen hat, die extrem schnell aufgeladen werden kann und dennoch über 1.000 Ladezyklen problemlos übersteht.
Die sogenannten XFC-Zellen (eXtremely Fast Charging) werden in Pouch-Form gefertigt und haben bereits die richtige Größe für Elektroautos.
Aus chemischer Sicht besteht die Kathode aus Nickel, Mangan und Cobalt im Verhältnis 8:1:1 und die Anode enthält sehr viel Silicium, nämlich etwa 40 %. Eine Energiedichte von etwas über 300 Wattstunden pro Kilogramm ist gut, wenn auch nicht rekordverdächtig, aber das war auch nicht das primäre Ziel der Entwicklung. Es ging besonders um die enorme Ladegeschwindigkeit, die die Zellen aushalten können, wobei etwa 160 km in nur 5 Minuten möglich sein sollen. Das dürften demnach wohl Ladeleistungen von 350 bis 400 kW sein, also sehr gute Werte.
Und das Beste: Das alles ist nicht nur Theorie, denn die Zellen wurden bereits in der Praxis getestet auf Dinge wie die Zyklenfestigkeit. Dafür wurden die Zellen wiederholt innerhalb von nur 10 Minuten von 10 auf 80 % aufgeladen und dann jeweils für eine Stunde wieder entladen, bevor der Aufladevorgang wieder von Neuem begann.
Dabei wurde herausgefunden, dass es bei den ersten 600 Ladezyklen zu keiner merklichen Verschlechterung der Speicherkapazität gekommen ist. Erst bei über 1.000 Ladezyklen fiel die Speicherkapazität auf unter 80 %.
Um das Ganze zu verdeutlichen:
Ein heutiges durchschnittliches Elektroauto mit 400 km Reichweite kann bei einer realistischen Jahresfahrleistung von 20.000 km damit 400.000 km weit oder 20 Jahre lang fahren.
Das ist eine sehr gute Laufleistung, doch StoreDot hört hier nicht mit der Entwicklung auf, denn die Zellen sollen in den nächsten Jahren noch besser werden. Zunächst werden die jetzt vorgestellten Zellen aber schon ab 2024 serienmäßig in Elektroautos eingebaut.
Zu den Investoren gehören unter anderem Daimler, Volvo, Polestar und auch der neue asiatische Elektroauto-Hersteller VinFast, weswegen naheliegend ist, dass die StoreDot-Zellen zuerst auch bei diesen Marken zum Einsatz kommen.


Tesla Semi Truck wird ausgeliefert

Im Video ab 03:31

tesla-semi-truck

Tesla Semi Truck

Tesla hatte in der Vergangenheit bei der Markteinführung einiger Fahrzeugmodelle immer wieder mit Verzögerungen zu kämpfen, doch jetzt ist es endlich wieder so weit.

Nach dem riesigen Erfolg seiner bisherigen 5 elektrischen Pkw-Modelle wird Tesla am 1. Dezember auch den ersten elektrischen Lkw, den Tesla Semi Truck, ausliefern. Das Unternehmen Pepsi wird Erstkunde sein und den Tesla-Lkw in den USA einsetzen. Noch offen ist allerdings, ob nur dieser eine Semi Truck noch 2022 ausgeliefert wird oder ob es mehrere werden.
Wir freuen uns auf jeden Fall, dass nun auch der Markt elektrischer Nutzfahrzeuge mehr und mehr in Bewegung kommt.
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Europäische Union forciert Ausbau des Ladenetzes

Im Video ab 04:10

Das dürfte sehr viele Elektroauto-Fahrer hier in Europa freuen: Der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments will den schnelleren Ausbau des öffentlichen Ladenetzes gesetzlich verankern.

Demnach soll es bis zum Jahr 2026 entlang von Hauptrouten innerhalb der EU mindestens alle 60 km eine Ladestation für elektrische Pkw geben müssen. Gesprochen wird von sogenannten Ladepools, also Anlagen mit mehreren Ladepunkten.

Für Lkws soll es bis 2026 ebenfalls alle 60km Ladeinfrastruktur geben müssen, vorerst aber nur auf 10 der wichtigsten Hauptrouten. Schon ab 2028 werden allerdings 2 Ladestationen für LKWs auf jedem Parkplatz gefordert. Um dem Vorhaben auch den nötigen Nachdruck zu verleihen, soll es wohl auch Sanktionen geben. So sollen EU-Mitgliedstaaten zu 1.000 € Strafe pro nicht installierter Säule verpflichtet werden. Auch die Mitgliedstaaten selbst sollen wohl Sanktionen verhängen können, nämlich gegen die Ladesäulenbetreiber, wenn diese beispielsweise die Ladestationen nicht adäquat warten oder auch, wenn diese keine einfache Kartenzahlung zur Verfügung stellen.

Ein spannendes und wichtiges Thema wie wir finden, aber bitte liebe EU, denkt neben den Hauptrouten auch an entlegenere Gebiete, denn auch dort wollen Elektroautofahrer ihr Fahrzeug aufladen können.


Citroen e-C3

Im Video ab 05:30

citroen-e-c3

Citroen e-C3

Mehr Ladestationen machen doch auch Lust auf mehr und neue Elektroauto-Modelle - da kommt Citroen mit dem e-C3 gerade zur rechten Zeit.

Da der Kleinwagen laut Citroen nicht so relevant für sehr lange Strecken ist - wird wohl ganz bewusst auf einen nicht allzu großen Akku gesetzt werden. Umso wichtiger sind da einmal mehr ausreichend Ladestationen. Wahrscheinlich wird der Elektrokleinwagen ca. 45 bis maximal etwa 50 kWh Akkukapazität bieten und damit ungefähr 400 km weit kommen.
Ansonsten scheint eine ähnliche technische Basis wie auch schon beim etwas größeren C4 sehr wahrscheinlich, also 136 PS sowie bis zu 100 kW Schnellladeleistung. Der Preis steht zwar noch nicht final fest, kommuniziert wird aktuell jedoch, dass der e-C3 E-Crossover wie den Kia Niro EV unterbieten soll. Der kostet derzeit ab 47.590 € in Deutschland.
Um ehrlich zu sein, erscheint uns aber ein Preis realistischer, der geringer als jener des e-C4 sein sollte. Wir werden sehen.
> Offizielle Citroen-Website


Europa: Hypercharger mit 480 kW

Im Video ab 06:31

Neben dem schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur ist es mindestens genauso wichtig, dass das Laden so schnell wie möglich abläuft.

Der Hersteller von Ladestationen Zerova debütiert derzeit in Deutschland mit einem 480-kW-Hypercharger, welcher in etwa einem Jahr auf den Markt kommen soll. Mit solch einer Ladeleistung soll ein durchschnittlicher Akku in 10 Minuten komplett vollgeladen sein und in 5 Minuten sollen ganze 150 km Reichweite hinzugeladen werden können.
Die Station soll auch Vehicle-to-Grid fähig sein, also Energie auch vom Auto beziehen und ins Netz einspeisen können, was sinnvoll ist, um beispielsweise Netzschwankungen auszugleichen.
Von den in Europa angebotenen E-Autos wird zwar das Maximum derzeit mit 270 kW Ladeleistung beim Audi e-tron GT und Porsche Taycan erreicht, aber die chinesischen Hersteller scheinen nun doch schneller zu uns zu kommen als gedacht, und da sind Ladeleistungen bis fast 500 kW durchaus möglich.


Foxtron Model B

Im Video ab 07:31

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Foxtron Model B (Quelle: Foxtron)

Der iPhone-Zulieferer Foxconn baut Elektroautos: Das erste Modell kommt sogar noch 2022 auf den Markt.

Das Foxtron Model B - die Autosparte wird statt Foxconn Foxtron heißen - wird ein Kompaktwagen und in direkte Konkurrenz zum VW ID.3, dem Cupra Born oder dem MG 4 treten. Mit modernen Features wie Kameraspiegeln, durchgehenden Lichtleisten oder auch den animierten Bereichen am Heck will man sich von der Konkurrenz abheben.
Diese animierten Bereiche sollen zum Beispiel dem nachfolgenden Verkehr anzeigen, wenn vor einem ein Fußgänger die Fahrbahn überquert, damit der Nachfolgeverkehr nicht zu hupen beginnt.
So wird das tatsächlich von Foxconn kommuniziert; offenbar sind die Amerikaner beim Autofahren etwas gestresster unterwegs als wir.
Die genaue Technik wird erst am18. Oktober vorgestellt, wir werden also nächste Woche eventuell noch Informationen nachreichen können.
> Offizielle Foxtron-Website


Tesla Vision Softwareupdate

Im Video ab 08:38

Eine kleine Neuigkeit haben wir noch zu Tesla. Viele sind derzeit nicht besonders begeistert, dass der Autopilot durch die Abschaltung der Radarsensoren nur noch bis 140 statt 150 km/h funktioniert. Jetzt soll sich das Assistenzsystem auch noch deaktivieren, wenn sich die Fahrbahn verengt, also wenn sich die Fahrbahn um einen Fahrstreifen reduziert.
Offenbar gab es hier bereits zu viele gefährliche Situationen, zumindest in Deutschland, denn wahrscheinlich wird diese Einschränkung nur dort zum Tragen kommen.

Wie bereits bekannt, sollen die Ultraschallsensoren der Fahrzeuge auch deaktiviert werden und es wird auch fürs Parken nur noch auf Kameras gesetzt.


Renault Megane E-Tech Preiserhöhung

Im Video ab 09:22

Zum Schluss zu Renault, genauer gesagt zum Megane E-Tech Electric.
Auch dieses Modell hat es nun erwischt und es gibt eine massive Preiserhöhung. Von bisher 35.200 € steigt der Einstiegspreis ab sofort auf mindestens 42.000 €, also ist der Kompaktwagen um ganze 6.800 € teurer geworden. Ein stolze Preiserhöhung, wie wir finden. 

Gut, dass es bei INSTADRIVE noch eine begrenzte Anzahl an elektrischen Meganes ZUM ALTEN PREIS und MIT BAFA-GARANTIE  im Angebot gibt.

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