Wartungskosten Kia e-Niro

Was kostet der Service beim Kia e-Niro? Was sind die Schwachstellen des Fahrzeugs? 

Kosten Service und Hauptuntersuchung/Begutachtung Kia e-Niro 

Der Kia e-Niro kam bei uns Anfang 2019 auf den Markt und hat bereits im Jahr 2020 kleinere Anpassungen spendiert bekommen, welche aber nur die Rückleuchten, die Appkonnektivität, das große Navidisplay sowie die dreiphasige AC-Lademöglichkeit betrafen. Der e-Niro ist natürlich zu 100 % elektrisch und bei INSTADRIVE kann man das kompakte SUV entweder als Neufahrzeug oder auch als jungen Gebrauchten im All-Inclusive-Abo fahren.

Trotz seines etwas höheren SUV-Aufbaus ist der e-Niro für seine Klasse unglaublich effizient unterwegs, was dazu führt, dass der e-Niro Strom spart und damit auch monatliche Betriebskosten.
Wie sieht es nun mit der Wartung aus? Bei Instadrive braucht man sich um die Wartung keine Sorgen zu machen, das ist alles im Abo enthalten und darum können wir aus verlässlicher Quelle eigene Daten zu den durchschnittlichen Wartungskosten erheben. Denn die Instadrive Flotte ist groß und wir haben uns alle e-Niros herausgesucht und uns mit den Wartungsexperten von Instadrive zusammengesetzt, um nun kompakt über alle Kosten und Auffälligkeiten zu berichten.

1. Service

Kia schreibt für den e-Niro ein Serviceintervall von 15.000 km oder 12 Monaten vor, sprich, das Modell muss einmal jährlich in die Werkstatt, außer man fährt mehr als 15.000 km im Jahr, dann soll man früher kommen.

Beim ersten Werkstattbesuch für die Wartung des e-Niro lagen die Kosten zwischen 44 und 215 € brutto, das ist eine große Preisspanne, wobei 215 € sehr viel für die Erstwartung ist. Allerdings ist die Mehrheit der Erstservicekosten deutlich näher am unteren Rand dran, sodass der Mittelwert unserer e-Niro Erstservices bei 96,66 € liegt. Der Ioniq Elektro war hier im Schnitt um rund 8 € teurer.

Beim Erstservice dürfte aber auch noch kaum etwas defekt sein, da geht es mehr um die Überprüfung, oft nur eine Sichtprüfung von einigen sicherheitsrelevanten Teilen wie den Reifen, Bremsen, Lichtern und dergleichen. Außerdem wird dabei meistens auch dem Navigationssystem ein Update spendiert, sofern ein solches verfügbar ist. OTA-Updates sind beim e-Niro leider noch nicht möglich.
Lasst euch beim Erstservice von eurer Werkstatt nicht abzocken. Wir haben bei den Positionen in den Rechnungen schon einen Ölwechsel gefunden, den es beim Elektroauto natürlich nicht gibt. Also Vorsicht.
Ein Elektroauto hat prinzipiell viel weniger Teile, die regelmäßig gewartet werden müssen und daher sollten die Wartungskosten niedriger sein als bei einem Verbrenner.

Wer sich über die Wartung und hohe Kosten keine Sorgen machen will, dem können wir nur das All-Inklusive-Paket EASING von Instadrive empfehlen, da ist die Wartung im Monatspreis bereits enthalten.

2. Service

Das Zweitservice im 2. Jahr oder nach 30.000 km – sieht folgendermaßen aus:
Die Preisspanne liegt hier zwischen 64,80 € und sage und schreibe 327,20 €, dafür bekommt man fast schon ein Verbrennerservice, das ist für ein Elektroauto zu viel.
Am aussagekräftigsten ist es aber auch hier einen Durchschnittswert zu ermitteln, der alle Fahrzeuge in der Flotte einschließt. So kommt man auf den Mittelwert von 139,98 €.
Hier ist also der Kia um etwa 2 € teurer als der Ioniq Elektro. Die Kosten sind somit bei der 2. Wartung um 44,82 % höher als beim Erstservice.

3. Service und HU/Pickerl

Wir kommen zum Drittservice - der e-Niro ist nun entweder schon 3 Jahre alt oder hat 45.000 km auf dem Tacho.
Die Preisspanne beim dritten Service reicht von 75,44 € bis 269,10 €. Der Durchschnittswert liegt bei 116,60 € und damit um 16,7 % unter dem Durchschnittswert beim Zweitservice.

Da die ersten e-Niros beim Drittservice nun schon 3 Jahre als sind, fällt auch das erste Mal die Hauptüberprüfung in Deutschland und in Österreich das Pickerl an. Schauen wir hier, ob es besonders teure Überprüfungen gab:

Der Durchschnittswert aller Inspektionen liegt bei 61,89 € und der Maximalbetrag bei 148 €, das ist zwar alles im Rahmen, jedoch ein wenig mehr als beim Ioniq Elektro.

4. Service

Wir gehen ins 4 Jahr oder 60.000 km Laufleistung. Hier bezahlt man zwischen 81,20 € und 223,84 €. Der Durchschnittswert liegt bei 133,68 €.


5. Service


Im 5. Jahr oder nach 75.000 km liegt der Minimalbetrag bei 67 € und der Maximalbetrag bei 248,21 €. Der Durchschnitt der Kosten über die gesamte Flotte liegt bei 124,13 €.

6. Service

Für den 6. Service gibt es noch nicht genügend Fahrzeuge in der Flotte, um wirklich einen validen Wert zu nennen.
Wir liegen hier zwischen 140 und 160 €. Die Fahrzeuge haben 90.000 km hinter sich gebracht.
Sobald mehr e-Niros beim 6. Service waren, werden wir die Daten gegebenenfalls nachreichen.

Garantie und Schwachstellen des Kia e-Niro

Jetzt der spannendste Teil:
Zuerst zur Garantie des Kia e-Niro:

Auf den Kia e-Niro gibt es eine Vollgarantie auf das Fahrzeug von 7 Jahren oder 150.000 km sowie eine Durchrostungsgarantie von ebenfalls 7 Jahren. Auf den Hochvoltakku gewährt Kia auch eine Garantie von 7 Jahren oder 150.000 km, je nachdem, was zuerst eintritt. Damit der Akku auf Garantie getauscht wird, muss der State of Health (Alterungszustand des Akkus) bei unter 70 % liegen.

Nun zu den Auffälligkeiten:

Die häufigsten Positionen der Rechnungen sind wie auch beim Ioniq Elektro der Tausch des Pollenfilters und der Wischerblätter. Das wird natürlich standardmäßig gemacht, auch wenn es noch nicht unbedingt notwendig ist.
Der Tausch der 12-V-Batterie kam bei unseren e-Niros hingegen nur sehr selten vor. Aber gleich mehr dazu bei den allgemeinen Schwachstellen.
Die Bremsflüssigkeit wurde hin und wieder getauscht, aber vor allem bei hohen Fahrleistungen. Die e-Niro-Fahrer scheinen also die sehr gute Reichweite zu schätzen und fahren viel mit ihrem Elektroauto.
Das eine oder andere Mal wurde laut Rechnungen auch die Kühlflüssigkeit gewechselt  – hierbei handelt es sich tatsächlich um die Kühlflüssigkeit des Hochvoltakkus.
Das Nachfüllen kostet zwar unter 50 €, aber das finden wir ehrlich gesagt frech – denn die Flüssigkeit befindet sich in einem geschlossenen Kreislauf und sollte eigentlich nicht nachgefüllt werden müssen.
Man kann leider nicht kontrollieren, ob nun tatsächlich aufgefüllt wurde oder nicht, aber die Werkstatt hat ein paar Euro verrechnet. Sind Elektroautos zu wartungsfrei, sodass sich Werkstätten hier was einfallen lassen? Eine frevelhafte Frage?

Wir finden E-Autos auch deshalb so spannend, weil sie eben weniger Verschleißteile haben und einen geringeren Wartungsaufwand, daher finden wir es nicht in Ordnung, wenn Kunden extra zur Kasse gebeten werden, obwohl es überhaupt nicht notwendig ist.
Leider gibt es beim e-Niro aber tatsächlich die Anweisung laut Serviceplan die Kühlflüssigkeit des Akkus alle 3 Jahre zu tauschen. Die Kosten dafür betragen rund 600 €. Auch diese Kosten erscheinen uns zu hoch - andere Hersteller schaffen es, einen Kühlkreislauf zu konstruieren, der keinen Austausch benötigt – zumindest nicht nach den ersten Jahren.

Bremsbeläge wurden vereinzelt getauscht 1 bis 2 Mal pro 100 Fahrzeuge, jeweils zwischen 38.400 und 46.700 km, wobei sich die durchschnittlichen Kosten hier mit 113,97 € nicht zu hoch sind.

Wirkliche Schwächen hat der e-Niro nur sehr wenige, so wird beispielsweise immer wieder mal die 12-V-Starterbatterie als Schwachstelle angeführt. Bei der Instadrive-e-Niro-Flotte tauchte das Problem mit der Starterbatterie nur sehr selten auf. Beim Laden soll es gerne Problemchen mit nicht erkannten Ladekabeln und dergleichen gegeben haben.

Vor allem zu Beginn und bei relativ niedrigen Laufleistungen von  10 bis 15.000 km kam es immer wieder auch zu Problemen mit ungewöhnlichen Geräuschen aus dem Frontbereich. Unseres Wissens wurde bei diesen Defekten das Reduktionsgetriebe getauscht, was schon damals mangels ausreichender Ersatzteile lange Reparaturzeiten nach sich zog. Immerhin wurde ohne Wenn und Aber auf Garantie repariert.
Leider tritt das Problem auch jetzt noch hin und wieder auf, daher unsere Empfehlung: Einfach eine Probefahrt machen und genau hinhören, ob im Frontbereich ungewöhnliche Geräusche wahrzunehmen sind. Ursächlich für den Defekt sind offenbar einzelne bewegliche Teile des Getriebes, die möglicherweise trotz normaler Nutzung immer mehr Spielraum erzeugen. Um teure Folgeschäden zu verhindern, ist es hier ratsam, den Defekt früh zu melden und beheben zu lassen. Es gab, soweit wir vernommen haben, noch keinen Fall, wo dieser Defekt erst nach Ablauf der Garantie aufgetreten ist. Daher empfehlen wir vor dem Ende der Garantie einmal genauer in den Frontbereich hineinzuhören, das kann eventuell Ärger ersparen. Wir können nicht sicher sagen, ob Kia die hohen Kosten, die dabei entstehen würden, auch nach Ablauf der Garantie übernehmen würde.


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